Mi
Jan
20
2010
Öffentlich-rechtliche Suchmaschinen
Bei all dem Google-Bashing stellt sich mir zwangsweise die Frage, wieso es eigentlich noch keine staatliche öffentlich-rechtliche Suchmaschine gibt.
Ganz oberflächlich betrachtet – und ohne, dass ich mir bislang groß Gedanken zu dem Thema gemacht hätte – gibt es doch irgendwo ein Gesetz, dass die mediale Grundversorgung der Bürger durch öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten definiert. Über diese beschwert sich auch niemand ernsthaft (wir klammern mal die ganze GEZ-Kiste und auch die Heulerei der Privaten um Werbeeinnahmen sowie ein paar andere Meckereien ob der Programmgestaltung aus).
Im 21. Jahrhundert gehört zur medialen Grundversorgung für mich auch das Internet. Wenn das Konzept des öffentlich-rechtlichen Rundfunks weiterleben will, muss es sich entwickeln und mit der Zeit gehen. Apps für das iPhone sind da nur die Speerspitze.
Sicher, eifrigen Datenschützern rollen sich die Fußnägel beim ersten Gedanken an staatliche Suchmaschinen, aber:
- eine staatliche muss nicht auch die einzige Suchmaschine sein (wer würde Google und Bing denn ihrer Lebensgrundlage berauben wollen?)
- eine staatliche Institution zu überprüfen und zu kontrollieren dürfte langfristig erfolgreicher sein als ein multinationales Firmenimperium
- ließe sich durch Gesetze klar definieren, ob und welche Daten bei Suchanfragen gespeichert werden
Die Nationalbibliothek wird digital, womit quasi ein Gegenstück zu Google Books entsteht. Warum also kein Google Search?
Di
Jan
19
2010
Ein (wasserfestes) Tablett, bitte!
Neue Produkte der Firma Apple werden regelmäßig mit einer solchen Vorfreude erwartet, die eigentlich nur eines mit sich bringen kann: Enttäuschung aufgrund falscher Erwartungen.
Jahrelang war ich fasziniert von dem Gedanken, endlich ein Powerbook zu kaufen. Als ich endlich ein MacBook in Händen hielt, war die Faszination nicht mehr so groß. Immerhin wäre ich nie auf die Idee gekommen, meinen großen Bildschirm mit zugehörigen Mac Mini oder später meinen iMac für ein portables Gerät aufzugeben. Der eigentliche Gewinn durch den Einsatz eines portablen Macs war so verschwindend gering, dass ich lieber an meinem iMac sitze als am Macbook.
iPod Touch und iPhone hingegen haben ein paar der wichtigen Kernaufgaben wunderbar übernommen. E-Mails checken, Feeds lesen, Bilder zeigen – dafür brauche ich keinen vollwertigen Computer.
Ein Tablet möchte ich natürlich auch haben, wie es sich für einen Fanboy gehört. Zunächst ist die Sichtfläche für einen Ü30-Anwender bei iPod/iPhone einfach zu klein. In dem Zusammenhang empfinde ich das Zurechtfummeln von E-Mails und auch die Eingabe von URLs als äußerst mühsam.
Mein Tablet darf ruhig eine Medienmaschine werden, Bilder, Filme, ja meinetwegen auch Bücher und Zeitschriften zeigen. Das Internet wird sicherlich auch darin stecken. Der Knüller aber wäre es, wenn Apple selbst oder Drittanbieter eine wasserdichte Hülle anbieten könnten, wie es zum Beispiel für Digitalkameras nicht unüblich ist. Denn erst wenn ich das Gerät auch in die Badewanne mitnehmen könnte, wäre das Tablet wirklich Lifestyle-kompatibel.
Fr
Jan
15
2010
Twitter verbannt einfache Passwörter via JavaScript
Die Beliebtheit von Twitter macht die Seite zu einer der ersten Adressen für Hacker-Angriffe. Um digitalen Terroristen, Crackern und Account-Dieben das Leben schwieriger zu machen, dürfen eine Reihe von Passwörtern bei der Anmeldung nicht genutzt werden.
Ein Blick in den Quelltext der Twitter-Anmeldeseite offenbart ein JavaScript mit über 370 verbotenen Passwörtern, die laut Twitter zu offensichtlich sind. Dazu gehören neben dem Klassiker password auch beavis und butthead, blowjob, superman, thx1138 und zxcvbnm. Wie es allerdings naked und sammy in die Liste geschafft haben, ist verwunderlich. Immerhin müssen Twitter-Passwörter aus mindestens sechs Zeichen bestehen.
Aufgrund der Vielzahl an Nutzern bei Twitter kann diese Liste als Auszug der häufigsten Passwörter (im anglo-amerikanischen Raum) verstanden werden (danke für das Dictionary, Twitter!).
Interessanterweise durfte ich als Passwort pass’);Drop Table users; eingeben, konnte mich dann aber mit der Kombination nicht mehr anmelden. Dadurch eignet sich der Name von Bobby Tables wohl eher nicht als Passwort.
Sa
Jan
09
2010
Vergleich Sony Cyber-Shot DSC-W55 mit Cyber-Shot DSC-WX1
Seit zwei Jahren habe ich eine “immer-überall-dabei”-Kamera von Sony. Zu Weihnachten habe ich mir erlaubt, ein Nachfolgemodell zu bestellen und möchte einen kleinen Vergleich der beiden Kontrahenten anstellen. Rechts die altgediente W55 in silber, links die WX1 in schwarz, frisch aus dem Karton.

Sony Cyber-Shot DSC-W55
Seit zwei Jahren mache ich eigentlich alle meine Photos ausschließlich mit der kleinen Knipse. Ich hatte davor eine andere Kamera, die mir erlaubt hat, sämtliche Einstellungen manuell vorzunehmen, doch im Laufe der Zeit stellte sich heraus, dass ich der typische Kandidat für eine (anspruchslose) Point-and-Shoot-Kamera bin.
Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit der W55. Die Bildqualität stellt mich zufrieden, hier bin ich vermutlich auch nicht sehr wählerisch. Die Größe ist nahezu ideal, die Kamera passt in die Hosentasche und ist wirklich immer dabei, so dass ich inzwischen fast 5500 Bilder gemacht habe. Auch die Akkulaufzeit reicht bei mir enorm lang, ich stelle häufig auch einfach das Display ab und nutze das (Mini-)Sucherfenster.
Die Auslösezeit ist gut, was vor allem für Schnappschüsse enorm wichtig ist. In letzter Zeit hat es für mich jedoch den Anschein, dass die Kamera relativ lange braucht, um den Autofokus einzustellen, so dass viele Schnappschüsse nichts werden. Das könnte auch daran liegen, dass ich irgendwas verstellt habe. Wie gesagt, ich brauche eine dumme Kamera: Anmachen, Klicken, Photo im Kasten.
Bisweilen mache ich auch gerne mal einen kleinen Film, doch ist bei der W55 bei 640×480 (VGA-Auflösung) leider schon Schluß, was doch häufig sehr fies aussieht. Dazu gibt es merkwürdig elektronische Störgeräusche vom Autofokus in den Videos.
Sony Cyber-Shot DSC-WX1
Als Nachfolgekamera habe ich eigentlich die W55 haben wollen, mit einigen kleineren Verbesserungen:
- eingebauter Verwacklungsschutz
- Gesichtserkennung
- bessere Videoqualität
- größerer Weitwinkel
Die WX1 ist noch ein wenig kleiner als die W55 und sieht ihr trotzdem noch ein wenig ähnlich. Damit ich beide nicht verwechseln kann, habe ich sie bewusst in schwarz statt in silber bestellt. Das Metallgehäuse fühlt sich ebenso hochwertig an wie das der W55.
Es gibt keinen optischen Sucher mehr und das Armbändchen ist nicht mehr an der Ecke des Gehäuses, sondern an der Mitte der kurzen Seite befestigt. Ob mich das eher freut oder stört, kann ich noch nicht sagen (um ganz ehrlich zu sein, ich habe beim Schreiben dieser Zeilen erst 19 Bilder mit der WX1 geknipst).
Der Weitwinkel (24mm Kleinbild) ist wirklich beeindruckend. Mir ist egal, ob solche Objektive dazu neigen, die Ecken zu verzerren oder nicht, jetzt kann ich im Zimmer endlich mehr als zwei Personen auf ein Bild bekommen oder Ganzkörpervideos für feierabendyogi aufnehmen. Die Videoqualität ist für eine Photokamera wirklich beeindruckend, vielleicht sind aber auch alle 720p HD-Videos so scharf.
Ein paar Gimmicks gibt es zusätzlich obendrauf, wie, dass beim Schwenken der Kamera automatisch ein Panorama-Bild erstellt werden kann, Fokussierungen auf Erwachsenen- oder Kindergesichter. Bei einem ersten Test klappte das schon sehr gut.
Fazit
Es ist zu früh für ein Fazit, das hebe ich mir für die Zukunft auf. Wichtig ist mir, dass die WX1 die W55 zunächst nicht ablöst, sondern nur ergänzen soll. Möglicherweise wird sich im Lauf der Zeit ein schleichender Wechsel abzeichnen, prinzipiell wäre das sicher möglich (und zugegeben- auch ein Kriterium für den Kauf).
Bilder: Vergleich der Brennweiten
Man merkt, ich bin kein Photoexperte. Mein Testbild wurde abends in einem kleinen Zimmer mit Kunstlicht aufgenommen. Das ist kein ungewöhnliches Setting für meine Photos, lediglich die Motive sind sonst eher andere.
Bei einem Klick auf die Bilder wird das Orginal geöffnet.
Weitwinkel
W55
WX1
Tele (maximaler optischer Zoom)
W55
WX1
Vergleich der technischen Daten
| Cyber-Shot DSC-W55 | Cyber-Shot DSC-WX1 | |
|---|---|---|
| Megapixel | 7 | 10 |
| Sensortyp | CCD, 1/2,5 Zoll | CMOS, 1/2,4 Zoll |
| Bilder pro Sekunde | 4 | 10 |
| Interner Speicher | 56MB | 11MB |
| Zoom (optisch/digital) | 3fach/6fach | 5fach/10fach |
| Brennweite | 38mm bis 114mm | 24mm bis 120mm |
| Blende (w/t) | 2,8/5,2 | 2,4/5,9 |
| ISO-Empfindlichkeit | 80, 100, 200, 400, 800, 1000 | 160, 200, 400, 800, 1600, 3200 |
| Belichtungszeit | 1/8s bis 1/2000s | 2s bis 1/1600s |
| Maße | 89mm x 57mm x 23mm | 91mm x 52mm x 20mm |
| Gewicht | 148g | 150g |
| Max. Videoauflösung | 640 × 480 (30 fps) | 1.280 × 720 (30 fps) |
| Belichtungszeit | 1/8s bis 1/2000s | 2s bis 1/1600s |
So
Jan
03
2010
Dump that data - MySQL Backups automatisieren
Mein Blog läuft seit 2003 – oder so. Bis auf wenige Ausnahmen zwischendurch folgten diese Seiten immer dem Prinzip, dass alle Logik in Dateien auf dem Webserver lag und in einer Datenbank die eigentlichen Inhalten (mit Ausnahme der Bilder, Filme und sonstigen Binärdateien).
Wer etwas genauer schaut, wird feststellen, dass nicht alle Daten seit damals hier noch zu finden sind. Das liegt an mehreren Gründen, unter anderem auch, dass ich für Backups nicht sorgfältig genug bin. Das macht aber nichts, denn für relativ geistlose, sich regelmäßig wiederholende Aufgaben gibt es doch seit ein paar Jahren Computer, die einem das Leben ungemein erleichtern können.
Die Erleichterung meines Administrator-auf-Sparflamme-Lebens (ich habe nur noch einen Webspace, ohne Shell-Zugriff, keine vServer, nix Root, auch nix Postfix, ich bin nur noch Konsument) kam im letzten Sommer in Gestalt des MySQLDumpers in mein Blickfeld. Seitdem nutze ich das PHP/Perl-Skript in Verbindung mit einem einfachen cron-Job, um regelmäßig ein Backup anzufertigen und – aufgepasst – per FTP an einen anderen Server zu schicken.
Sollten ab jetzt Inhalte verschwunden gehen, so passiert dies aus gutem Grund – oder aus Faulheit, sollte ich tatsächlich einmal den Elan finden, ein neues CMS zu nutzen und die Konvertierung der Daten wird zu aufwändig.
Sa
Jan
02
2010
Tabula rasa mit der Linkliste
Meine Linkliste sieht ein wenig veraltet aus. Die Hälfte der dort vertretenen Seiten lese ich längst nicht mehr und allem Anschein nach sind auch einige Links inzwischen tot. Aus diesem Grund gibt es jetzt einen radikalen Neustart, ich werfe alle Links aus meiner Blogrolle heraus. Wer in meine Linkliste hinein möchte, muss mich überzeugen, indem ich die Seite interessant genug finde, sie in eben jene Linksammlung aufzunehmen.
Da sich auch meine Interessen ein wenig verändert haben, möchte ich meine Zeit nicht mehr mit Seiten verschwenden, deren Inhalte mich nicht wenigstens überwiegend ansprechen.




