Mo
Mär
01
2010
Ahasverus, Cartaphilus oder Buttadeus - er wandert noch immer
Die letzten beiden Bücher, die ich gelesen habe, hatten eine ähnliche Nebenfigur: Der ewige Jude Ahasver, dessen Legende im Laufe der Jahrhunderte mit der von Cartaphilus und Buttadeus vermischt wurde.
Beide Autoren haben vor dem zweiten Weltkrieg geschrieben und stammen aus Deutschland, also liegt die Befürchtung nahe, dass der ewige oder wanderne Jude ein antisemitisches Leitmotif sein könnte, gegen dessen verhetzende Wirkung nur Aufklärung helfen kann. Also habe ich mich ein wenig schlau gemacht1.
Angeblich trafen Wanderer im 13. Jahrhundert auf eben jenen ewigen Juden, den Jesus selbst verfluchte bis zu seiner Wiederkehr rastlos über die Erde zu wandern:
Ich gebe zu, dass mich der Stoff überaus fasziniert, so dass ich mir gleich neue Lesekost bestellt habe.
Amazon hat übrigens eine eigene Kategorie für wandering jew und listet mehr als 1500 Bücher (deutschsprachig: weit über 800 Bücher zum Thema).
Kurioserweise habe ich vor Perutz und Hoffmann noch nie etwas über die Figur Ahasver gelesen. Mir scheint, dass die Mehrzahl angelsächsischer Autoren den Stoff nicht so interessant findet, wie deutschsprachige Autoren. Ich bin gespannt auf Die Uneinholbarkeit des Verfolgten.
1 Mein erster Griff war ins Regal zu Elisabeth Frenzels Stoffe der Weltliteratur, aber das kann ich unmöglich hier alles wiederholen. Jedenfalls ist der Lexikoneintrag deutlich informativer als die entsprechende Seite bei Wikipedia.
Sa
Feb
27
2010
FreeNAS 0.7.1 build 5038 und BitTorrent
UPDATE: Inzwischen ist auch Build 5053 verfügbar (siehe Forum)
FreeNAS bietet natürlich auch einen BitTorrent-Client. Der auch unter Mac OS X beliebte Client Transmission bietet eine Vielzahl an Einstellungen. Ein Webinterface ermöglicht einen einfachen Zugriff, doch bisweilen ist die Konfiguration etwas kompliziert, besonders für *nix-Anfänger.
Um eine aktuellere Version von Transmission (1.8.3 – aktuell ist 1.9.1, in dem offiziellen Release von FreeNAS 0.7.1 hingegen nur 1.7.2) nutzen zu können, empfiehlt es sich, einen nightly build von FreeNAS zu installieren. Daisuke Aoyama hat auf seiner Webseite freenas 0.7.1 Build 5038 bereitgestellt (die Seite ist in Japanisch, der passende Forumseintrag in Englisch). Build 5038 läuft inzwischen auch bei mir.
Voraussetzungen und Disclaimer
Mein FreeNAS hat momentan nur eine Festplatte, die via USB angebunden ist. Sie ist unter /mnt/elements verfügbar. Ein AFP-Share dient den Macs zum Datenaustausch. Der Share läuft auf dem Server freenas und hat den Namen freeshare. Da auch noch andere Dienste laufen sollen, soll der Share jedoch nicht gleich dem Root der Festplatte sein, sondern in einem Unterverzeichnis laufen. Das Wurzelverzeichnis des Shares ist
/mnt/elements/share/
Das wird noch wichtig, wenn es um die Berechtigung von transmission geht. Der Share “gehört” dem Benutzer stephan und der Gruppe homeusers:
drwxr-xr-x 3 stephan homeusers 512 Feb 27 22:49 share
Aufgrund meines Setups benötigen nur zwei Anwender Zugriff auf die Daten des NAS. Dies ermöglicht vergleichsweise einfache, aber nicht für jeden Einsatz sinnvolle Berechtigungsvergaben, besonders in komplexen Mehrbenutzerumgebungen!
BitTorrent Service einrichten
Der Peer port sollte vom Router via NAT vom Netz durchgereicht werden. Da ich den Standard-Port bereits an einem anderen Rechner nutzen möchte, ist dieser auf 51412 eingestellt.
Als Download directory trage ich /mnt/elements/share/torrent ein. Die restlichen Einstellungen lassen sich nach Belieben vornehmen (Watch directory ist ebenfalls /mnt/elements/share/torrent, User mask und Extra options sind leer).
Permission denied
In einer solchen Konfiguration kommt es zu unschönen Fehlermeldungen vom Typ Permission denied oder file or folder not found. Wechselt man via SSH auf das freenas und schaut sich die Berechtigungen per ls -la an, scheint zunächst alles korrekt. Der Ordner /mnt/elements/share/torrent kann noch so oft mit
chown -R transmission:transmission /mnt/elements/share/torrent
oder
chmod -R 777 /mnt/elements/share/torrent
bearbeitet werden, ein Puzzle-Teil fehlt noch, wie ein Identitätswechsel zum User transmission zeigt.
su transmission
Problem gelöst, “andere” dürfen auch
Auf /mnt/elements/ darf transmission zwar zugreifen, aber eben nicht auf den darin enthaltenen Ordner share. Eine Anpassung der Berechtigung mittels
chmod -R o+rwx /mnt/elements/share
reicht aus, um sowohl der Gruppe homeusers, als auch anderen (eben auch der Gruppe transmission) Zugriff zu gewähren.
Download von Torrents
Jetzt können Torrents problemlos mittels Webinterface hinzugefügt und heruntergeladen werden.

Werden jetzt Dateien mit der Endung .torrent in das Verzeichnis gelegt, so startet der Download automatisch. Da Transmission 1.8x in der Lage ist, unfertige Torrents in einem gesonderten Verzeichnis abzulegen, können bei Bedarf die Extra options genutzt werden:
-c /mnt/elements/share/torrent/incomplete
Fr
Feb
26
2010
Bugfix release sho_bluff v0.2
Zu schön um wahr zu sein, natürlich hat sich in sho_bluff ein Fehler eingeschlichen, so dass es Zeit für Version 0.2 ist.
I am sad to say that there was a small bug in sho_bluff v0.1. The path to the Bluff libraries was set to /bluff/file.js instead of /js/bluff/file.js.
Do
Feb
25
2010
Version 0.2 of sho_bluff for Textpattern released
sho_bluff v0.1 v0.2 veröffentlicht
Gestern Nacht habe ich mein erstes Plug-In für Textpattern geschrieben. Eigentlich wollte ich eine Art Spendenthermometer wie es derzeit in der Seitenleiste auf feierabendyogi.de läuft basteln, doch dann habe ich mich dazu entschlossen, doch lieber “klassiche” Charts umzusetzen. Ein Beispiel gibt es hier.
Mit Hilfe der wirklich ansehnlichen Möglichkeiten von Bluff habe ich es dann geschafft und nun steht – ganz offiziell – Version 0.1 von sho_bluff zur Verfügung.
Damit das Plug-In genutzt werden kann, müssen die Bluff-Bibliotheken auf dem Webhost in das Verzeichnis /js/bluff kopiert werden.
Das Plug-In bringt eine Hilfeseite mit, die hoffentlich die meisten Fragen beantwortet. Falls dennoch etwas unklar ist, drüben im Textpattern-Forum oder hier stehe ich gerne Rede und Antwort.
Aufgrund eines Fehlers in der Pfadangabe ist jetzt Version 0.2 erhältlich.
sho_bluff v0.1 v0.2 released
Last night I finished my very first plug-in for Textpattern. Although I originally tried to come up with a replacement for the fund-raising thermometer on my site feierabendyogi.de I ended up with a full chart implementation. An example can be seen here.
Thanks to the really beautiful possibilities Bluff offers I was able to succeed in creating a first release of sho_bluff.
In order to use the plug-in you have to copy the Bluff libraries to your webhost to a directory called /js/bluff.
The plug-in comes with a – hopefully helpful – help page that should answer most questions. If there is anything you need to ask, don’t hesitate to use the comments form or come to the Textpattern forums.
Due to a bug in the file paths I decided to release v0.2.
Mo
Feb
22
2010
Look at my plug-ins
In den letzten Tagen habe ich nicht nur den Webauftritt von feierabendyogi.de überarbeitet und neu gestaltet, sondern auch viel mit Textpattern Plug-Ins herumgespielt. Besonders hübsch: Plug-Ins Table von Ramanan Sivaranjan. Das Plug-In arbeitet jetzt auch hier und zeigt im Kolophon, welche Erweiterungen bei yauh.de unter der Haube stecken.
Leider finde ich nicht heraus, wie ich die safe_rows()-Funktion sinnvoll anpassen kann, damit die Plug-Ins in einer alphanumerischen Sortierung angezeigt werden.
Di
Feb
09
2010
Compact Flash für Thinkpad X40 - freenas im Eigenbau
Ich habe schon längere Zeit überlegt, mir ein NAS zu kaufen. Wesentliche Merkmale waren für mich:
- Gigabit Ethernet
- klein, leise und möglichst stromsparend
- erweiterungsfähig in der Zukunft
- schnelle Transferraten
- iTunes-Media-Server
Nach einem wenig erfreulichen Versuch mit einem Linksys WRT610N (Festplatte am USB-Port und Durchsatz haben mich an den Rand der Verzweiflung gebracht) habe ich mich an das alte Thinkpad erinnert und anstatt mir eine Synology Disk Station für horrend viel Geld zu kaufen, habe ich den kostengünstigeren Weg der Bastellösung mit freenas gewählt.
freenas ist ein auf FreeBSD basierendes Betriebssystem, was speziell für einen einfachen NAS-Einsatz im Heimbereich ausgelegt ist. Inzwischen gibt es auch einen offizielle Branch (manche sagen auch Fork) namens OpenMediaVault. Dies basiert jedoch auf (Debian) Linux und ist eng mit CoreNAS verbunden.
Zurück zum Thinkpad X40. Da ein NAS immer läuft und meines speziell leise und sparsam sein sollte, habe ich ein wenig an der Hardware gebastelt. Statt der internen Festplatte habe ich eine Compact-Flash-Karte via Adapter eingebaut. Alles was man hierzu benötigt, ist ein Schraubendreher, eine CF-Karte nebst Adapter und ein Thinkpad X40.
Die CF-Karte mit 8GB von Transcend gibt es recht günstig im Netz – meine stammt von Amazon. Es muss nicht die schnellste Karte sein, freenas läuft in einer embedded Variante in der RAM-Disk und benötigt keine Zugriffe auf die Karte im laufenden Betrieb. Mein Adapter für Compact-Flash-auf-IDE kommt von eBay und kostete inklusive Versand keine 7 Euro.

Es reicht, eine Schraube des HD-Schlittens zu lösen, die HD herauszuziehen und die CF-Karte im Adapter ebenso wieder einzubauen.

Beim Einschieben der Karte nebst Adapter muss man darauf achten, die IDE-Buchse genau zu treffen. Beim ersten Mal ist es mir nicht gelungen, die Installationsroutine des freenas fand die Karte nicht. Beim zweiten Versuche steckte der Adapter jedoch korrekt.
Die Konfiguration des freenas folgt in einem zweiten Teil.
Hilfreiche Links:
