vim forever

vim, der Nachfahre von vi, ist vermutlich einer der anspruchsvollsten Editoren, die heutzutage in großem Umfang eingesetzt wird. Es gibt keine Menüs, aus denen Befehle ausgewählt werden können, standardmäßig kann man keinen Text eingeben und wie man aus dem Programm wieder herauskommt wird nur noch davon getoppt, wie man die Diskette aus einem Apple Performa auswirft.

vim wird durch Tastenkürzel gesteuert und ist auf nahezu allen unixoiden Systemen im Lieferumfang enthalten. Falls nicht, so steckt ziemlich sicher wenigstens vi irgendwo in /usr/bin/.

Auf meiner neuen Arbeitsstelle habe ich einen Linux-Rechner und eine Bildschirmauflösung (1280×800), die mir die Arbeit mit Bluefish gehörig verleidet, also brauche ich eine Alternative. Mein alter Freund vim kommt da gerade recht, zumal ich immer schon tiefer in seine Geheimnisse einsteigen wollte. Andrei Zmievskis Vortrag VIM for (PHP) Programmers fördert eine Menge bekannter und eine noch viel größere Flut unbekannter Features zu Tage.

Wer wirklich mit einem Betriebssystem mit X im Namen (oder im Backend) arbeitet, sollte wenigstens die Basisfunktionen von vi kennen. Wer gleichzeitig sein Gedächtnis trainieren und das Trackpad schonen möchte, wirft morgens vim an und bleibt dort bis zum Feierabend. Auch unter Mac OS X. Spicken erlaubt.

Übrigens, mein Lieblingsfeature ist later. Springe 20 Minuten in die Zukunft, denn da ist mein Blogeintrag schon fertig 🙂

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Blogging since 2003 about life, tech, yoga. Passionate about the details and eager to know more. Systems theory meets empathy.
Bochum. Germany.
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