Di
Jan
19
2010
Ein (wasserfestes) Tablett, bitte!
Neue Produkte der Firma Apple werden regelmäßig mit einer solchen Vorfreude erwartet, die eigentlich nur eines mit sich bringen kann: Enttäuschung aufgrund falscher Erwartungen.
Jahrelang war ich fasziniert von dem Gedanken, endlich ein Powerbook zu kaufen. Als ich endlich ein MacBook in Händen hielt, war die Faszination nicht mehr so groß. Immerhin wäre ich nie auf die Idee gekommen, meinen großen Bildschirm mit zugehörigen Mac Mini oder später meinen iMac für ein portables Gerät aufzugeben. Der eigentliche Gewinn durch den Einsatz eines portablen Macs war so verschwindend gering, dass ich lieber an meinem iMac sitze als am Macbook.
iPod Touch und iPhone hingegen haben ein paar der wichtigen Kernaufgaben wunderbar übernommen. E-Mails checken, Feeds lesen, Bilder zeigen – dafür brauche ich keinen vollwertigen Computer.
Ein Tablet möchte ich natürlich auch haben, wie es sich für einen Fanboy gehört. Zunächst ist die Sichtfläche für einen Ü30-Anwender bei iPod/iPhone einfach zu klein. In dem Zusammenhang empfinde ich das Zurechtfummeln von E-Mails und auch die Eingabe von URLs als äußerst mühsam.
Mein Tablet darf ruhig eine Medienmaschine werden, Bilder, Filme, ja meinetwegen auch Bücher und Zeitschriften zeigen. Das Internet wird sicherlich auch darin stecken. Der Knüller aber wäre es, wenn Apple selbst oder Drittanbieter eine wasserdichte Hülle anbieten könnten, wie es zum Beispiel für Digitalkameras nicht unüblich ist. Denn erst wenn ich das Gerät auch in die Badewanne mitnehmen könnte, wäre das Tablet wirklich Lifestyle-kompatibel.
Fr
Feb
06
2009
Livescribe auch in Deutschland
MacTechNews.de berichtet, dass der Pulse Smartpen (welcher Stammlesern schon hier begegnet ist) jetzt auch in Deutschland verfügbar ist. Im Shop von Unimall kostet der Stift derzeit 139 Euro, bei einer Bestellung mit dem Kennwort Mactechnews kostet er nur noch 129 Euro (179 für 2GB Variante) und bringt 5 Blöcke mit.
Das Konzept, Geschriebenes mit dem aufgezeichneten Ton in Beziehung zu setzen, begeistert mich so sehr, dass ich wirklich überlege, mir ein neues Spielzeug zuzulegen. Nicht nur, dass es eine Mac-Software gibt, man kann sich auch sein eigenes Papier ausdrucken, wenn die Blöcke leer sind.
Sa
Jan
31
2009
Ist das vielleicht ein Gesicht?
Ich bin ein Fan von iPhoto. Auch das neue iPhoto 09 macht eine ganze Menge Spaß. Hervorzuheben sind vor allem zwei neue Features: Gesichter und Orte.
Mit Gesichter kann man auf den Bildern durch iPhoto automatisch Gesichter erkennen lassen. Dies klappt, wie das Artikelbild zeigt, bisweilen auch mal nicht so gut, in der Regel ist die Funktion jedoch ziemlich treffsicher. Dann benennt man ein paar Gesichter und erhält eine feine Übersicht. iPhoto erkennt auch selbsttätig Gesichter und macht Vorschläge (“Ist das Stephan?”). Die Funktion mag nicht vollkommen ausgereift sein, aber Wiebke und ich hatten viel Spaß, zu sehen, wen iPhoto alles vorschlägt, der ähnlich aussieht wie wir.
Orte nutze ich nur bedingt, da die meisten meiner Bilder in der näheren Umgebung entstehen. Man kann jedoch, manuell oder per eingebetteten GPS-Daten, Bilder einem Ort auf einer ansehnlichen Weltkarte zuordnen. Das schaue ich mir beizeiten an, wenn ich mal wieder ein wenig Gelegenheit zum Reisen bekomme.
Bedauerlich ist, dass iPhoto immer noch wie ein Schuhkarton daherkommt. Ich würde gerne eine komplexere Suche (“Finde Wiebke und Stephan auf einem Bild”, “Zeige mir alle Bilder mit mindestens drei Personen aus Hawaii”, “Find Bilder von Frank aber ohne Peter”) nutzen können. Anhand des Datenbestandes sollte dies kein Problem darstellen.
Auch etwas Sorgen mache ich mir um den Datenexport. Ich würde gerne die Information, wer auf den Bildern ist oder wo die Bilder entstanden sind direkt in die Bilder einfügen, beispielsweise als XMP. Vermutlich ist das nicht möglich, sondern Informationen bleiben nur in der iPhoto Library gespeichert. Veröffentlicht man ein Bild auf Facebook, wird das gefundene Gesicht übrigens ebenso wie in iPhoto angezeigt. Das gefällt (auch wenn ich prinzipiell nicht so wild auf Facebook bin). Nicht gefällt mir, dass ich jetzt in der linken Mediatheksleiste eine neue Rubrik Facebook mit meinen Alben dort angezeigt bekomme.
Insgesamt bin ich mit iPhoto 09 sehr zufrieden. Programme wie dieses begeistern mich immer wieder für Mac OS X bzw. die Apple-Plattform. Auch wenn viele Dinge dagegensprechen mögen und ich tatsächlich auch auf andere Betriebssysteme mit einem X im Unterbau wechseln würde, sorgt – unter anderem – iPhoto dafür, dass ich privat nicht wechseln würde.
Mi
Nov
19
2008
Präsident ohne schnurlose Fußfessel
Man hat Angst im weißen Haus. Vor Terroristen, Praktikantinnen, dem Ostblock, der Wirtschaftskrise und natürlich auch vor Hackern. Wenn Obama als Präsident der Vereinigten Staaten ab Januar sein Amt ausübt, darf er – so ein Bericht der FAZ – nicht mehr mit seinem Blackberry, im Artikel liebevoll “Crackberry” genannt, kommunizieren. Zu gefährlich, lautet die Begründung.
Aus dem Artikel der FAZ kann man zwei Dinge lernen (auch wenn man sie als Mensch mit gesundem Menschenverstand schon immer wusste):
- Digitale Kommunikation gilt nach wie vor als unsicher. Verschlüsselung nutzen nur die Bösen, Privatsphäre durch z.B. PGP/GPG wird sich in absehbarer Zeit wohl nicht durchsetzen.
- Nur “unwichtige” Menschen brauchen eine digitale Leine, mit der sie immer aktiv im Tagesgeschehen sein können. Das kommt daher, weil man zu nichts anderem und schon gar nicht zum Regieren komme, wenn man den ganzen Tag und die halbe Nacht hindurch immerzu Mails lese – und womöglich auch noch beantworte. Stimmt.
Mi
Aug
06
2008
Ein Tag im Neptunbad
Seit Anfang des Jahres habe ich nach dem richtigen Zeitpunkt gesucht, einen Gutschein für das Kölner Neptunbad einzulösen. Mit dabei waren neben dem Besuch des Bads bzw. der Saunalandschaft auch ein Mittagessen für zwei und zwei Massagen. Wiebke und ich sind letzten Montag gegen 8:45 in Bochum losgefahren und haben bis ca. 16:45 Zeit eingeplant. Viel zu wenig, wie sich herausstellte.
Das Neptunbad ist eine Art Wellnesstempel der Neuzeit, wenngleich es auch eine etwas längere Geschichte – seit 1912 – vorweisen kann. Das Bad selbst ist textilfrei, was aber nicht heißt, dass die Besucher nicht mit zahllosen Saunatüchern und Bademänteln in dem historischen oder japanischen Bereich herumsitzen, oder -laufen.
Zwei Massagen hatte jeder von uns, einmal 60 Minuten eine ayurvedische Ganzkörpermassage und eine anderthalbstündige La Stone. Während die La Stone mir nicht so gut gefallen hat – irgendwie scheint mir das überbewertet – hat die ayurvedische Ganzkörperknetung doch einen guten Eindruck hinterlassen.
Insgesamt war die Zeit aber deutlich zu kurz, zwei Massagen schafft man an einem Tag eben doch nicht, wenn man auch in jede Sauna einmal gehen möchte.
Leider etwas dumm gelaufen ist der Rücktransport (auch der Hintransport glich einem Abenteuer), aber im Endeffekt sind wir doch wohlbehalten wieder zurück gekommen, wenngleich auch die Rundumentspannung arg gelitten hat. Man sollte nach einem solchen Tag vielleicht keine engen Terminplanungen machen.
Mo
Mai
26
2008
Das merkwürdige Verhalten pendelnder Großstädter
Wer das Glück hat, jeden Morgen mit dem eigenen PKW alleine oder mit einem Kollegen zur Arbeit zu fahren, kann sich nicht vorstellen, wie es ist, ein (Bahn-)Pendler im Rudel zu sein. Als Pendler steht man jeden Morgen am Bahnhof, egal ob es schneit, regnet oder die Sonne scheint. Legionen von Menschen verlassen den einen Bahnhof und betreten kurze Zeit später einen anderen, sie pendeln zwischen zwei Orten hin und her. Morgens hier, abends dort.
Wirft man über mehrere Tage, Wochen oder gar Monate einen näheren Blick auf das Treiben, so ist auffällig, dass die meisten dieser Menschen tatsächlich ganz vorhersehbaren Mustern folgen. Nicht nur das, auch gibt es einen festen Personenkreis, der nahezu wie ein Uhrwerk immer und immer wieder miteinander im Zug sitzt. 7:45 Uhr, Abfahrt in Bochum, 7:56 Uhr, Ankunft in Dortmund. 17:45, Abfahrt in Dortmund, 17:54, Ankunft in Bochum.
Eines der letzten, für Nicht-Pendler scheinbar ungelösten Geheimnisse ist die Anonymität der Bahnfahrer. Wie kann es sein, dass man monatelang an derselben Stelle am Bahngleis steht, auf den – wieder mal verspäteten – Zug wartet, nebeneinander im Zug sitzt und sich spätestens am Abend wieder zum selben Ritual zusammenfindet, aber niemals auch nur ein Wort wechselt, geschweigedenn den Namen des anderen kennt? Früher war ich der Meinung, man müsste sich einfach nur ein Herz fassen und ein freundliches ‘Hallo’ sagen, schon wäre man um einen neuen Freund und Gesprächspartner reicher.
Doch HALT! Es gibt einen ganz einfachen Grund, weshalb Pendler keine Anstalten machen, miteinander – vielleicht mit Ausnahme eines flüchtigen Blickkontakts mit verdrehten Augen, um die gemeinsame Geringschätzung der heutigen Verspätung auszudrücken – in Kontakt zu treten. Werfen wir einen Blick auf die Rahmenbedingungen des Pendelns:
Der typische Pendler steht morgens auf, kleine Augen, weniger Schlaf als wünschenswert gewesen wäre, hastiges Frühstück und raus in Wind und Wetter, ab an die Haltestelle. Die wenigsten Menschen sind zu dieser Zeit wirklich vorzeigbar, geschweige denn haben sie ein Interesse an sozialer Interaktion. Abends ist der Pendler geschafft von einem anstrengenden Arbeitstag, versucht zu entspannen, während die Bahn hartnäckig auf die fünf- bis zehnminütige Standardabweichung vom Fahrplan besteht und schwört sich erneut, nie wieder zu einer Bahn zu rennen, da im wahrscheinlichen Falle des Vor-der-Nase-Wegfahrens das Frusterlebnis den potentiellen Nutzen deutlich überwiegt.
Angenommen, ein Pendler wäre jedoch morgens eine wahre Frohnatur und auch abends einem Schwätzchen nicht abgeneigt, so gibt es trotzdem Gründe, weshalb man keinesfalls Kontakt zu “den anderen” aufnehmen sollte.
Wenn ich morgen früh den Herren, der jeden Morgen in seiner c’t liest, ansprechen würde, dann unterhalte ich mich womöglich ganz angeregt und stelle viele Gemeinsamkeiten fest. Am Tag danach komme ich wieder zur Bahn und – da stünde er erneut. Wenn ich jetzt nicht ‘Hallo’ sagen würde, wäre ich unhöflich. Sage ich aber ‘Hallo’, so erwiderte er es womöglich und wir führten ein verlegenes “Pflichtgespräch”. Nicht nur am Tag nach Morgen, nein: JEDEN TAG!
Als Pendler freut man sich im Allgemeinen, endlich mal ein paar Minuten Zeit für ein Buch, den letzten Podcast, heftigste Metal-Musik oder einfach nur ein paar eigene Gedanken zu haben. Ganz für mich, ohne, dass jemand anders daran teil nehmen kann. Zugegeben, an dem ein oder anderen Tag wäre es bestimmt nett, sich mal zu unterhalten, aber wer will schon das Risiko eingehen, dann jeden Tag reden zu müssen? Womöglich stellt sich nach Tag Drei auch heraus, dass der andere ein absolut nerviger Zeitgenosse ist, der immer die Nase hochzieht, wenn er mehr als zwei Sätze herausgebracht hat? Wie sage ich dem anhänglichen Quatschkopf dann höflich ‘Nein, danke, kein Gespräch für mich!’? Es gibt immerhin jede Woche fünf neue Tage, an denen ich im schlimmsten Fall auf diesen Menschen treffe. Bei einer Fahrtzeit von nur zehn Minuten pro Fahrt mit einer großzügigen Wartezeit von etwa sieben Minuten sind das pro Woche immerhin schon 170 Minuten, die ich mit der Nervensäge verbringen muss. Alternativ muss ich mich irgendwo auf dem Bahnsteig hinter einem Nichtraucherschild verstecken.
Diejenigen unter uns, die zur Arbeit pendeln, kennen Dutzende Gesichter von den Fahrten zur und von der Arbeit. Ansprechen würde jedoch niemand den anderen, im Gegenteil, es wird sogar peinlichst genau vermieden. Keine freundlichen – und vor allem längeren – Blickkontakte und Gemeinsamkeit möglichst vermeiden ist die Devise.
Bildquelle: © magandafille auf flickr
So
Mai
18
2008
Made my day
Nachdem ich meinen Kleiderschrank in den letzten Wochen immer mal wieder etwas ausgedünnt habe – die altgedienten T-Shirts von vor über 25 Jahren, die zu engen Hosen und die wirklich rententauglichen Schlafanzüge haben gemeinsam mit den geschmacksverirrten Klamotten der Spätpubertät und Studienzeit inzwischen den Weg in die Rente gefunden -, wurde es allmählich Zeit, kleidungstechnisch eine Umwälzphase einzuleiten. Gestern stand ein weiterer, vorzeigbarer Anzug an.
Die erste Frage beim Herrenausstatter lautete: “Welche Größe?” Auf mein genuscheltes “Hm, 52” und das leise hinzu gefügte “oder auch 54…” entgegnete der Verkäufer Fachberater mit Kopfschütteln. Ich sei vielmehr eine “schlanke(!) Größe”, 102 oder 106. Dies demonstrierte er mir durch Anprobe unterschiedlicher Sakkos, wodurch ich mich gerne überzeugen ließ, eine schlanke Größe zu haben. Dummerweise hatten sie nur einen Anzug in 102 vorrätig, der Rest die Standardgrößen 52 et al.
In jedem Fall sehr beruhigend, wenn man monatelang keinen Sport treibt, die etablierten Anzüge in 52 durch einen weiteren Artgenossen unterstützen möchte und dann die Überraschung einer neuen Größe bekommt. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob die Ausdünnung des Kleiderschranks nicht doch noch etwas weitergehen sollte? Vermutlich nicht, Weihnachten kommt ja bestimmt!
Sa
Apr
19
2008
Mainstreamradiorocker
WDR2 ist hierzulande wohl der massentauglichste aller Radiosender. Gefühlt haben sie dort auch mindestens zehn Lieder mehr auf ihrer Heavy-Rotations-Liste.
Da mein Lieblngsradio jetzt in der Küche steht und munter vor sich hin dudelt, komme ich häufiger in den (zweifelhaften) Genuß der Massenberieselung. Um so mehr wunderte es mich dann doch, als ich kürzlich AC/DCs Thunderstruck und vor wenigen Minuten sogar Guns’n‘Roses November Rain (in voller Länge!) über den Äther zu hören bekam. The times they are a-changin’.
So
Jul
01
2007
Star Wars Fans und Doctor Who Fans
Ein interessanter Einblick eines Star Wars Fans. In eben jenem Fahrwasser gibt es das ganze auch für den Doctor.
via: Rullsenberg Rules
Do
Jun
21
2007
Indikatoren fürs Älterwerden
Es gibt einen nahezu untrüglichen Indikator fürs Älterwerden:
Ich bin soeben fast fünf Minuten wie ein aufgescheuchtes Huhn durch die Wohnung gehetzt um meine Brille zu suchen. Wo hab ich sie gefunden? Auf meiner Nase!
Vermutlich werde ich jetzt alt. Vielleicht ist die Brille aber auch einfach nur zu schwach geworden.
Fr
Jun
15
2007
Frühaufstehen - Rekord
04:54 Uhr. Das habe ich heute ohne Wecker geschafft. Aber so schön es um diese Uhrzeit auch ist, ich denke ich werde nochmal einen Gang zurückschrauben und morgen frühestens um Viertel von Sechs aufstehen.
Mo
Jun
04
2007
Frühaufsteher werden
Es klingt verlockend: Mehr Zeit zum Lesen eines guten Buchs, in Ruhe Emails des letzten Tages durcharbeiten, Sport machen, ausgiebig frühstücken. All das kann man haben, wenn man morgens früher austeht.
Ich lasse mein WDR5 ja jeden Morgen gegen 6:30 Laut geben. Durch diese vielen Artikel bin ich aber jetzt motiviert, das ganze Aufstehprozedere deutlich früher als bisher hinter mich zu bringen.
Angeblich stehen ja auch die meisten CEOs (Neudeutsch für Geschäftsführer) vor 6 Uhr morgens auf. Nur, dann sollte ich wohl auch früher ins Bett gehen, oder? Gute Nacht!
PS: Ein geeignetes Tag für so einen Eintrag zu finden ist fast so schwer, wie früher aufzustehen. Mindestens.