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Jul 28, 11:16 AM
von Stephan
8 Kommentare

Gnucash und MacPorts - revisited

Ich habe bereits unzählige Male (in einem früheren Bloggerleben) über das Zusammenspiel von MacPorts und GnuCash berichtet. Der Grund ist einfach: Es gibt unter Mac OS X einfach kein brauchbares1 Homebanking-Programm, das auch HBCI unterstützt.

Vor etwas mehr als einem Jahr, habe ich mit Moneydance versucht, ohne HBCI meine Bankgeschäfte im Überblick zu behalten. Leider kam dann doch irgendwann der Punkt, an dem ein Online-Abgleich wünschenswert war. Der Textexport bei meiner Bank und ein anschließender Import in Moneydance war mir zu mühseelig. In der Konsequenz bekam GnuCash eine weitere Chance, diesmal in Version 2.2.0.

Die Installation von GnuCash mittels MacPorts ist denkbar einfach:

sudo port install gnucash

Dann viel Kaffee trinken, Sport treiben, Statistiken über die Dopingvorfälle bei der Tour de France in den letzten 20 Jahren anfertigen oder sonstige längerdauernde Tätigkeiten durchführen, die Kompilation dauert etwas.

Bei mir trat unter Mac OS X 10.4.10 aber leider nach mehreren Stunden erfolgreichen Kompilierens ein Problem auf. Kaum hatte ich versucht, ein HBCI-Konto einzurichten, lächelte mich eine Fehlermeldung auf der X11-Konsole an:

dyld: Symbol not found: __cg_jpeg_resync_to_restart
Expected in: /opt/local/lib/libJPEG.dylib

Zunächst stellte ich fest, dass ich mit dem Problem nicht alleine bin (wenngleich der Link ein anderes Programm mit fink referenziert). Ein beherztes Löschen des symbolischen Links auf die libjpeg.dylib reichte aus, um den aqbanking-Wizard aufrufen zu können.

rm /opt/local/lib/rm libjpeg.dylib

GnuCash läuft seit der Löschung wunderbar. Vielleicht werde ich in absehbarer Zukunft mal den Weg ohne X11 probieren. Bis dahin, nutze ich den GnuCash Launcher in einer von mir für die MacPorts angepassten Form.


Gnucash Launcher 2.0 (MacPorts).zip [36.58kB]

1 “brauchbar” ist ein Programm in diesem Kontext, wenn es über die notwendigen Funktionen verfügt und gleichzeitig eine attraktive bzw. nutzerfreundliche graphische Oberfläche bietet.

May 28, 01:09 PM
von Stephan
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Roulette mit System

Erstaunlich. Bei unserem Besuch im Casino Aachen hatte ich ja glücklicherweise etwas Geld gewonnen, indem ich mir ein einfaches System überlegt habe, um nicht komplett wirr zu spielen. Einsatz auf 50/50-Chancen wie rot/schwarz (ohne Berücksichtigung der 0). Bei Gewinn: Freuen, bei Verlust: Einsatz verdoppeln.

Dieses System ist anscheinend weiter verbreitet als ich ursprünglich annahm. Wie konnte ich auch so blauäugig sein und denken, dass nicht schon andere vor mir diese Idee hatten. Was mir sehr gefällt, ist KRouletteSim, eine Simulation zur Ermittlung von Gewinnchancen mit eben jener Strategie.

Apr 19, 10:17 PM
von Stephan
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Die Welt ist schlecht - schickt Geld

Ein Teil des Bloggens ist, sich über die kleinen und großen Dinge des Alltags aufzuregen, darüber zu schreiben und sich dann besser zu fühlen. Eigentlich sind alle Blogger verkappte Blogwarte und Meckerfritzen, die ihre Mitmenschen beobachten und bei den kleinsten Verfehlungen triumphierend dies in ihren Onlinepublikationen festhalten. Ich auch.

Heute auf dem Weg nach Neustadt kamen wir an einer Autobahnraststätte vorbei. Hungrig und durstig beluden wir ein Tablett mit zwei ausgewachsenen (größer als Rundstücke, kleiner als Baguette) belegten Brötchen, zwei Säften, einem Kaffee und einer Apfelschorle, kamen zur Kasse und bewunderten die Technik, die ein Bezahlen per Karte nicht erlaubten.

Mein Kollege legte einen Zwanzig-Euro-Schein auf den Tisch und sagte, nachdem wir etwas gewitzelt hatten, ob er genug Bargeld hätte, da er ja nicht mit Karte zahlen konnte:

Na das wird ja so gerade eben reichen. <akustischer Ironiesmiley>

Woraufhin der Kassierer sagte etwas in der Art wie

Na, das kann knapp werden, wir haben ja so hohe Preise.

Wie Nostradamus traf er mitten ins Schwarze, der Gesamtpreis belief sich auf sagenhafte 20,45 Euro. In Worten: Zwanzig Euro und Fünfundvierzig Cent.