Fr
Mär
12

2010

Schöne neue Tapeten - Adios all-inkl, salut webhostone!

Nach drei Jahren bei all-inkl.com habe ich in der letzten Woche einen Wechsel meines Webhosting-Dienstleisters durchgeführt. Tschüß all-inkl, hallo webhostone!

Der Alte
Ich war jahrelang zufrieden mit all-inkl.com. Die Konditionen waren einfach passend:

  • 10 GB Speicherplatz
  • PHP, MySQL, Cronjobs
  • Weniger als 8 Euro im Monat, bei jährlicher Vorauszahlung sogar noch günstiger

Ich wäre vermutlich auch weiterhin bei all-inkl.com geblieben, denn in den drei Jahren hatte ich kaum Ausfälle, im Grunde immer hübsch flotte Seiten und einen wirklich schnellen und fitten Support.

Sehnsucht nach der Südsee
Vor all-inkl hatte ich meinen eigenen vServer bei xencon (der lief damals sogar wunderbar mit NetBSD) und fand das eigentlich ideal, bis auf das nervige Thema Mailserver. Ich war für eine überschaubare Zeit mal für einen Mailserver zuständig und weiß um die Verantwortung und Zeit, die man in sowas stecken muss, daher reizt mich das Thema Mail in Eigenregie nicht. Aber alle anderen Vorteile hätte ich schon gerne.

Entsprechend habe ich regelmäßig nach einem Angebot gesucht, was mir größtmögliche Freiheiten bei der Konfiguration lässt, aber den Mailserver komplett managed.

Der Neue
webhostone.de ist – übrigens wie all-inkl.com auch – regelmäßig in den Top 10 Listen der webhostlist zu finden, was für eine hohe Kundenzufriedenheit spricht. Zusätzlich klangen folgende Punkte sehr verlockend:

  • SSH-Zugriff
  • Perl/PHP/Ruby/Python – alles drin
  • httpd.conf und php.ini komplett anpassbar
  • Wahlweiser Remote-Zugriff auf SQL-Datenbanken
  • 6 bzw. 10 Euro im Monat für vergleichbare Angebote mit 3 bzw. 5 GB Speicher

Da ich die 10 GB Speicherplatz nie ausgereizt habe, sind mir weniger Speicher und mehr Freiheit sehr positiv aufgefallen. Allerdings wird bei webhostone der Mailspeicher noch vom Gesamtangebot abgezogen. Bei drei Accounts mit je 500 MB Quota sind also schonmal 1.5 GB “weg”.

Leider sind die Admin-Oberfläche und z.B. die Benennung von SQL-Datenbanken und -nutzern nicht optimal, aber ausreichend.

Nach ein paar Tagen Tests war ich überzeugt und habe den Wechsel eingeleitet.

Der Wechsel
Selten genug wechselt man seine Hausbank, ähnlich nervig gestaltet sich der Wechsel auf einen neuen Webserver. Auch hier ist der unangenehmste Teil das Umziehen der E-Mails – vor allem, wenn man wie bei fast allen Shared-Hostern keinen Zugriff auf das Mailverzeichnis hat.

Der strahlende Held des Tages hieß imapsync. Mit dem Perl-Skript lassen sich IMAP-Konten einfach schnell und schmerzlos synchronisieren, so dass alle Mail vom alten auf den neuen Server mit umziehen. Die Installation und Benutzung ist denkbar einfach.

Es reicht aus, die Datei herunterzuladen, zu entpacken und – im Verzeichnis von imapsync die Abhängigkeiten zu testen:

$ perl -c imapsync

Ein make install ist nicht notwendig. Gibt der obige Befehl imapsync syntax OK aus, ist alles in Ordnung.

Die eigentliche Synchronisierung zwischen all-inkl.com und webhostone.de wollte mit einer (standardmäßigen) MD5-Anmeldung nicht klappen, also musste der Loginmechanismus umgestellt werden. Da die Nameserver bereits umgeschwenkt waren, musste für den alten Mailserver – natürlich – die IP-Adresse statt des Namens verwendet werden:

$ perl imapsync --host1 85.13.137.1 --user1 stephan_alt --password1 123456 --authmech1 LOGIN --host2 yauh.de --user2 stephan_neu --password2 123456 --authmech2 LOGIN

Wenige Minuten später war alles synchronisiert.

Die Anpassung der Webpräsenzen und Einrichtung aller (Sub-)Domänen war dann eigentlich nur eine Fleissarbeit.

Di
Okt
13

2009

Mit 666 E-Mails

Ich sollte den Entschluss fassen, die ein oder andere E-Mail zu löschen. Nachdem sämtliche Mailinglisten entfernt sind, keinerlei Werbemails mehr vorhanden sind und die nervigen PowerPoint-Mails alle im Datennirvana sind, meldet sich das Tier und besetzt meine Inbox:

666 Emails im Eingang

Zeit für etwas “Housekeeping”.

Di
Aug
18

2009

Mailsmith now free

Das Mailprogramm von BareBones (dem Macher von BBEdit), Mailsmith ist jetzt in Version 2.2 erhältlich. Wichtigste Neuerung: die Software ist nun kostenlos verfügbar.

Mi
Jun
24

2009

Plugin-Backup

Hier ist jetzt ein neues Template im Einsatz: Web Writer 3. Da zum Betrieb ein paar Plug-Ins ratsam sind, diese aber in manchen Fällen einfach von der Bildfläche verschwinden, habe ich ein Backup der von mir installierten und teilweise aktivierten Plug-Ins für Textpattern gemacht. Sicher ist sicher.

Sa
Feb
14

2009

1234567890

Countdown zur 1234567890 Party im IRC

Na, den entscheidenden Moment auch verpasst? Macht nix, bis zum Weltuntergang am 19. Januar 2038 um 3:14:08 h (UTC) ist ja noch etwas Zeit.

Der Weltuntergang wird in gut 28 Jahren erwartet, falls nicht irgendein schlauer Kopf zwischendurch einen guten Einfall hat.

So
Sep
07

2008

tardis.think.net joins in

OpenBSD auf meinen neuen IBM Thinkpad X40

Seit einiger Zeit sitzt mein Mac Mini auf dem Schreibtisch und läuft mit OpenBSD. Allerdings – wenn ich ganz ehrlich bin – brauche ich den irgendwie nur alle paar Tage einmal. Der Mini hat auch keinen Monitor, also muss ich vom Keyser dort via ssh draufzugreifen. Dazu den Mini aber ständig laufen zu lassen, ist mir nicht geheuer ud widerspricht meinem ökologischen Bewusstsein.

Als Lösung habe ich mir jetzt ein Thinkpad X40 bei eBay ersteigert. Dabei handelt es sich um ein wirklich schnuckeliges Laptop mit einem 1.4 GHz Intel Pentium M Prozessor, 1280 MB RAM, einer 40 GB Festplatte und WLAN (Intel PRO/Wireless 2200BG), mit CD-Laufwerk aber ohne Docking-Station. Meine Wahl fiel auf das Thinkpad, da es schön klein und trotzdem leistungsstark genug ist, insgesamt eine gute Ausstattung hat (ich mag vor allem die Tastaturbeleuchtung) und überaus kompatibel zu OpenBSD ist.

Die Installation war extrem einfach, vor allem aufgrund der exzellenten offiziellen und inoffiziellen Dokumentation. Im Grunde musste ich nichts machen, weil Wiebke die Installation freundlicherweise für mich übernommen hat1. Nach dem Kampf mit der OpenFirmware bei der Installation von Net- und OpenBSD beim Mac Mini war das Thinkpad ein wahrlich einfacher Gegner.

1 Das erklärt auch die merkwürdige Domaine think.net. Als Hostname stimmt tardis schon, aber als Wiebke mich gefragt hat, wie denn die Domaine lauten soll, habe ich ‘think.pad’ geantwortet, sie aber ‘think.net’ verstanden. Nachträglich wurde das korrigiert, damit niemand bei think.net sich gestört fühlen kann.

So
Jul
27

2008

GnuPG Aufräumaktion

PGP SIGNED MESSAGE

Seit heute Abend habe ich wieder einen neuen GPG-Key. Warum braucht man so etwas? Um die eigene Privatsphäre wahren zu können, wenn es mal sein sollte. Schließlich schickt man auch im echten Leben nicht nur Postkarten, sondern auch mal den ein oder anderen Brief, nicht wahr?

Wie man GPG installiert, kann man inzwischen ja an jeder Ecke lernen. Blöd nur, wenn man im Lauf der Jahre den ein oder anderen Key erstellt hat, dann aber ein Revokation-Zertifkat vergessen oder Key, Passphrase oder eben jenes Zertifikat verschlampt hat.

Dank eines Tipps von David Ross habe ich meine alten Keys auf dem Schlüsselserver mit einer User-ID namens “Revoked Key — Do not use” signiert. Jetzt sollte die Unsicherheit dieser Schlüssel allen Beteiligten klar sein. Ärgerlich ist eigentlich nur, dass neben den zwei offiziell zurückgerufenen Keys noch fünf weitere meiner Schlüssel auf den Servern herumgammeln und Verwirrung stiften. Der eine, der diesen Monat noch auslaufen wird, ist planmäßig auch tatsächlich so gewollt.

Immerhin habe ich jetzt wieder etwas Ordnung in die Welt meiner Keys geschafft, muss jetzt nur noch mein Revocation-Zertifikat an einen sicheren Ort schaffen, mir diesmal die Passphrase auch etwas länger merken und dann kann die die Signierung und Verschlüsselung mit dem neuen Key und GPGMail wieder ins Rollen kommen.

Apropos, falls jemand Interesse am gegenseitigen Signieren der Schlüssel sein sollte, bitte einfach melden :-)

So
Jul
06

2008

Humans follow technology - or do they?

Wir befinden uns im fünften Kondratieff und immer noch sieht es so aus, als wären wir höchstens im vierten. Warum? Weil es kaum massentaugliche Eingabemedien zu geben scheint, die Computer tatsächlich benutzbar machen.

Der Anspruch sollte sein, dass Anwender nicht lernen sich dem Computer verständlich zu machen, sondern dass Computer lernen, den Anwender zu verstehen. Dreh- und Angelpunkt ist die Frage, wie spricht man eigentlich mit Computern? Der dienstälteste, weit verbreitete Weg ist sicherlich die 1021 Tasten umfassende Tastatur. Kurze Zeit später kam das Prinzip Maus auf, mit welchem man sowohl visuelle Informationen (ich male ein Bild) in den Rechner bekam, als auch Befehle absetzen konnte (führe den Befehl, der mit dem Diskettensymbol verknüpft ist, aus).

So großartig die Maus in all ihren Inkarnationen (Trackball, Trackpad, Mouse-Stick) auch scheinen mag, sie sorgt für extrem unproduktive Arbeitsweisen. Es ist sozusagen das Adler-Such-System der Tastatur ausgebreitet in den (virtuellen) Raum grafischer Oberflächen.

Es gibt nun zahlreiche Versuche, dem Computer menschliche Anliegen und Sprache näher zu bringen. Tablet-PCs zum Beispiel, die es leider nie so ganz geschafft haben, Einzug auf den Massenmarkt zu halten.

Neuerdings kommen auch Schreibstifte auf, die ihre Informationen digital abspeichern und dem Rechner zur Verfügung stellen. Die interessanten Vertreter wie io2, Oxford und Fly erleben derzeit eine Renaissance durch Pulse Smartpen oder Paperium. Das Problem, dass spezielles Papier benötigt wird, hat kaum einer der Hersteller bislang gelöst, eine Ausnahme stellt Pegasus dar. Aber ein viel größeres Problem, dass Handschriften auch erkannt werden wollen, stellt eine durchaus höhere Hürde dar. Wenn der Anwender extra ein spezielles Alphabet erlernen muss, ist aus meiner Sicht nichts gewonnen.

Eine andere Alternative als Eingabemedium ist die Stimme. Wen man von der Philosophie ausgeht, dass Sprache immer gesprochene Sprache meint und Schrift nur eine Kodifizierung darstellt, dann dürfte der Lernaufwand am geringsten sein. Mit Dictate kommt in Kürze endlich eine deutschsprachige Lösung für den Mac auf den Markt, die auch eine gewisse Treffergenauigkeit verspricht.

Multi-Touch schließlich ist derzeit stark im Kommen und dürfte das nächste große Ding nach der Maus werden. In Ergänzung zur Spracheingabe wäre diese Form schon ein deutlicher Fortschritt gegenüber dem mühsamen Erlernen eines Zehn-Finger-Systems zu Steigerung der Produktivität.

Die vielzitierte Wirtschaft stellt den Motor der Innovation dar. Wirklich wundern tut mich hieran, dass heute in nahezu allen Unternehmen jeder einzelne Mitarbeiter den Großteil seiner Arbeit am PC verbringt, jedoch nahezu kein Unternehmen sich ernsthaft darum kümmert, die Schnittstelle Mensch-Computer zu optimieren, um eine größtmögliche Effizienz zu ermöglichen. Die einfachste Form wäre, den Mitarbeitern Zehn-Finger-Kurse als Weiterbildungsmaßnahme anzubieten. Wer einen Schritt weitergehen möchte, könnte eben jene Spracherkennungssoftware als Ersatz für die persönliche Assistentin für alle Mitarbeiter spendieren. Vor dem Hintergrund, dass teilweise ellenlange Dokumente angefertigt werden, wieso eigentlich nicht?

1 Oder auch mal mehr oder weniger.

Mo
Mai
05

2008

Wochenendreste aus Computerland

Zwei Schmankerl sind vom Wochenende übrig geblieben:

Das Erdgeschoss wird zum Keller, der Dachgarten als Wohnzimmer umgebaut und aus Kostengründen (und um eine endgültige Lösung nicht von vornherein zu verbauen) mit Planen abgedeckt. Kostengründe sind es auch, die das Projekt an dieser Stelle beenden. Alles weitere wird auf eine spätere Realisierungsphase verschoben.
Mehr: Wenn wir Häuser bauen würden wie wir Software entwickeln

Eine Inspiration für die Namensgebung kommender Generationen ist Bobby Tables:
Did you really name your son Robert');DROP Table Students?
gefunden bei: Code-Inside

Mi
Apr
23

2008

Schräger Traum

In dieser Nacht war ich mit den drei Fragezeichen in Österreich. Oder war ich gar selbst einer der drei Detektive? Welcher denn, der dicke, aber ungeheuer schlaue Justus, der Angsthase Peter oder die Rechercheratte Bob? In jedem Fall halfen wir der österreichischen Polizei bei der Lösung eines kniffligen Falls.

Es ging um irgendwas mit Datenbeschaffung via Internet, hierzu zeigten wir der Polizei, wie unsere virtuelle Blue Box und – so glaube ich – auch white und orange Boxes erstklassige Ergebnisse liefern. Sie waren sehr beeindruckt, hatte aber eine LAN-Verbindung und keine Akustikoppler. Glaube ich.

Äußerst merkwürdig, da ich eigentlich keine Ahnung vom Phreaking habe

Fr
Apr
04

2008

IT für Anfänger - Heute: RAID-Systeme

sterano: Whats the difference between Raid_0 and Raid_1?
Steve: In Raid_0 the zero stands for how many files you are going to get back if something goes wrong.

via: EDV – Ende der Vernunft

Do
Mär
13

2008

Snap Shots abschalten

Auf meiner Top 10 der nervigsten Dinge im Internet steht ganz weit oben – gleich neben Beiträgen von Leuten, die zwar orthografisch höchst interessante, aber inhaltlich vollkommen belanglose Beiträge hinterlassen, Overlay-Werbung mit Mini-X um Wegklicken und witzige, weitergeleitete PowerPoint-Präsentationen im selbstentpackenden Exe-Archiv – Snapshots von Snap.com.

Die Idee ist ja ganz niedlich, man sieht eine kleine Voransicht wohin man gelangen würde, wenn man einem bestimmten Link folgte. Nur, ich möchte gerade bei Blogeinträgen nicht dem Link folgen, sondern den Eintrag in Ruhe (!!) lesen. Wenn ich dann zufällig beim Hinunterscrollen mit der Maus über einen dieser Links komme, dann dauert es bis zu ein paar Sekunden, bis sich das Bild aufgebaut hat und mir erfolgreich den Blick auf den eigentlichen Seiteninhalt penetrant versperrt.

Auf Snap.com bin ich in den FAQs fündig geworden, wie man diese Snapshots oder auch Voransichten anderer Webseiten ausschalten kann. Unter dem Punkt “For Site Visitors” findet sich Frage Nummer 3: “How do I turn Snap Shots on and off?”. Auf eben jener Seite muss man dann einen Cookie setzen, der künftig Snap Shots unterbindet.

Di
Mär
11

2008

IT erobert die Welt

Drüben bei funtasticus bin ich hierüber gestolpert:

IT conquered the world

Entweder ich bin beruflich vorbelastet, oder es geht in dem Film wirklich um Computer.

So
Mär
09

2008

Semantik in der IT

Wenn1 man eine Sprache im IT-Bereich lernt (Programmier-, Auszeichnungs- oder Abfragesprache), dann ist es immer enorm hilfreich, wenn diese Sprache sich an realen Sprachen orientiert. Im Falle meiner Lieblingssprache Perl ist dies so extrem gelöst, dass auch hier Mehrdeutigkeiten bzw. zahllose Ausdrucksmöglichkeiten für ein und dieselbe Sache möglich sind.

Wenn2 jedoch eine Sprache wie T-SQL plötzlich zur Überprüfung eines Ausdrucks mit ‘when’ arbeitet, dann erschwert das nicht nur die Nachvollziehbarkeit des sprachlichen Mittels, es zeigt auch ziemlich deutlich, dass die Macher sich nicht sonderlich für Semantik interessieren. Irgendwie geht man ja davon aus, dass man mit Analogien zur englischen Sprache weiterkommen könnte.

Falls3 ich jemals eine Sprache erschaffen würde, so wäre sie entweder vollkommen verschieden von existierenden Sprachen, oder sie würde bestehende Regeln berücksichtigen.

1 Ja, ich meine wirklich ‘wenn’ und nicht ‘falls’.

2 Hier könnte man meinen, ich sollte ‘falls’ nutzen.

3 Ja, diesmal ‘falls’.

Do
Feb
28

2008

Someone is wrong on the internet

Das war meine Lebensphilosophie für eine ganze Weile:

Someone is wrong on the internet

Aber davon loszukommen ist unglaublich schwer. Vielleicht hilft ein allabendliches Yoga-Training1 Üben von Yoga.

1 Yoga ist ja kein Sport, also auch kein Training, oder?