Fr
Jan
01
2010
Statistiken 2009
Obwohl ich nur gerade einmal zehn Einträge in den letzten vier Monaten 2009 verfasst habe, ist die Zahl der durchschnittlichen Besuche am Tag noch mal wieder über die 700er Marke geklettert. Das bestätigt meine Theorie, dass hauptsächlich Anfragen von Suchmaschinen Besucher hierher leiten.

Do
Dez
24
2009
Wie alles weiterging oder Warum Movable Type aus meiner Sicht versagt hat
Ich habe mich jetzt nahezu einen Monat lang mit Gedanken zum Thema Neustart von yauh.de und feierabendyogi (und in diesem Sinne auch stephan-hochhaus.de) beschäftigt. Bisher ist nichts vorzeigbares dabei herumgekommen.
Es sollte ein grandioser, ein fulminanter Neustart werden. Eine Portalseite mit sämtlichen Aktivitäten auf meinen Blogs, Tweets und womöglich aus Goodreads, Google Reader, last.fm und sonstwoher aggregierten Infos.
Zugleich war mir wichtig, dass sämtliche Errungenschaften der Blog-Welt in den letzten zwei Jahren verfügbar wären. Login für Kommentare mittels Open-ID oder Facebook, Ajax wohin das Auge blickt, Trackbacks (zugegeben, die sind schon älter, aber habe ich bisher nur einmal kurz unterstützt hier), Gravatar und solcherlei Neuerungen. Da lag es nahe, mal ein wenig Abstand von Textpattern zu gewinnen (seit dem Weggang von Dean Allen ist es sowieso nicht mehr dasselbe gewesen) und mich auf dem Markt ein wenig umzusehen.
Mit Wordpress hatte ich an dieser Stelle ja schon einige Zeit – war es nicht sogar ein ganzes Jahr? – gebloggt. Aktuell bin ich vom Platzhirsch nicht überzeugt und folge meiner Neigung, Underdogs den Vorzug zu geben. Entsprechend versprach ich mir recht viel vom ehemaligen König der Blog-Software: Movable Type.
Das Konzept von Movable Type finde ich absolut überzeugend (als Fan von Perl freue ich mich ebenso diebisch, dass der Unterbau konform mit meiner Geek-Religion als Perlmonkey ist). Die meisten Seiten sind nunmal statisch, weshalb sie auch direkt als solche abgespeichert werden sollten. Statusmeldungen auf Webseiten in der Form
Page created in 0.34 seconds using 21 queries.
finde ich eher verstörend, vor allem im Shared Hosting. Movable Type ist auch in der Lage ohne Einstellungen an der Apache-Konfiguration, mehrere Domains mit einer Installation zu betreiben (Portal-Aggregation, das wird ein Kinderspiel!).
Als mir klar wurde, dass Movable Type 5 Anfang Dezember (so was ursprünglich der Plan, jetzt ist es Anfang Januar) veröffentlicht würde, habe ich mich intensiv mit dem System auseinandergesetzt und in meiner freien Zeit daran gebastelt. Ich wünschte, ich hätte diese meine vergeudete Lebenszeit zurück!
MT5, wie Insider die Software nennen, ist sicherlich sehr leistungsstark, inzwischen stehen CMS-Funktionen stärker im Fokus. Das ist in der Theorie gut, aber mir sind ein paar Dinge extrem störend aufgefallen:
Die Community von Movable Type war bereits ab November im Winterschlaf. Die Dokumentation lässt derart viele Fragen offen, dass es ohne Hilfe nicht geht, einen geeigneten Einstieg für ambitionierte Projekte zu bekommen. Der IRC schweigt täglich vor sich hin und im Forum sind im Grunde nur Neulinge, zugegeben intelligente Spammer und bestenfalls zwei versierte MT’ler, die einmal pro Woche die eine oder andere offene Frage beantworten.
Das Thema Themes und Templates ist vielleicht sehr flexibel, aber nicht so viel anders und besser als bei Textpattern – so mein Eindruck. Das Erstellen von eigenen Themes jedoch ist ungeheuer kompliziert und eine einzige Black Box. Zusätzlich zum Theme-Ordner empfiehlt die Dokumentation (jedenfalls das, was bereits existiert), dass man Dateien wie Bilder, Javascripts, etc. an einen zweiten Ort im Dokument-Root ablegt. Selbstverständlich klappt dann die reibungslose Weitergabe von Themes nicht mehr und nur bei höchster Sorgfalt lassen sich Themes reproduzieren (wohlgemerkt, nicht einmalig erzeugen, sondern transferieren und von anderen nutzen).
Zu dumm auch, dass es nahezu nirgendwo Themes für MT zu geben scheint. Selbst Textpattern ist hier besser bedient.
Alles gipfelt im Grunde in der mangelhaften Dokumentation. Die positive Nachricht ist, dass Six Apart den Release von MT5 wegen der nicht zufriedenstellenden Dokumentation verzögert hat. Das miserable Theme-System werden sie dadurch zwar nicht verbessern, aber immerhin die verquere Denkweise nachvollziehbar machen können.
Ich fürchte, dass es für mich persönlich kein besseres Blog/CMS gibt, als Textpattern. Ich möchte einfach mit relativ geringem Aufwand Inhalte ins Netz stellen. Bestenfalls ein bestehendes Theme nehmen, minimale Änderungen machen und losschreiben. Vielleicht ist aber nach über 6 Jahren so langsam die Luft raus, im Internet sämtliche Banalitäten des Alltags zu kommentieren.
Ich denke, dass Movable Type 5 gegenüber der bestehenden Konkurrenz, allen voran Wordpress, kaum Boden gut machen wird. Dazu ist das System zu wenig innovativ und benutzerfreundlich (wobei das Backend wirklich gut gemacht ist, weshalb ich MT so gerne gemocht hätte). Vielleicht ist aber die Zeit des Blog-Publishings vorbei und Twitter, Soup.io und Facebook besteigen den Thron im nächsten Jahrzehnt.
Mo
Apr
06
2009
Sehendes Auge
Gut, dass ich eine Yoga-Pause gemacht habe. Mein Arzt hat mich vollgepumpt mit Antibiotika, Penecillin und – was ich ihm so schnell nicht verzeihen werde – Augentropfen und Augensalbe. Es gibt aus meiner Sicht nichts schlimmeres, als Augentropfen. Wobei, bei längerem Nachdenken, wenn man die Anweisung bekommt, nicht an den Computer zu gehen, auf keinen Fall zu lesen und weder Kino noch Fernsehen zu benutzen, dann konkurriert das schon ganz schön.
Immerhin gab es viel Zeit nachzudenken, über Blogs, Web 2.0 und yauh.de, was in naher Zukunft für den ein oder anderen Beitrag gut sein dürfte.
Mi
Mär
04
2009
Trusted Blogging
-----BEGIN PGP SIGNED MESSAGE----- Hash: SHA1
Ich bin paranoid, das zeigen Artikel wie dieser dem aufmerksamen Leser. Nun stellt sich mir immer wieder die Kernfrage, wie man sicherstellen kann, dass die von einer Person im Netz zurückgelassenen Informationen auch tatsächlich von dieser Person stammen. Man stelle sich vor, ich eröffne ein Blog auf einer Webseite, nenne mich Boris Becker und kündige an, ich habe mich neu verliebt und veröffentliche gar Photos meiner neuesten
Flamme. Wie kann der gewissenhafte Journalist nun davon ausgehen, nicht einem Scherzbold aufgesessen zu sein, der vielleicht noch ein Boris, möglicherweise auch ein Becker, aber nie im Leben ein Wimbledon-Gewinner ist?
Bei meinen Überlegungen bin natürlich zu meinem Blog gekommen und habe mir überlegt, wie ich für meine Leser glaubhaft versichern kann, dass ich der Autor dieser Zeilen sei. Bei E-Mails ist es ja schon recht einfach, da gibt es GnuPG und PGP. Merkwürdigerweise kenne ich viele Anwendungsfälle, wo GPG für Mailsignaturen, Instant-Messenging-Verschlüsselung und Verifizierung von Downloads, aber noch nie bin ich über ein Blog gestolpert, welches einzelne Einträge signiert hat.
Wer mit Firefox surft kann auf einfache Art und Weise jeglichen Text in Eingabefeldern mittels GPG verschlüsseln oder signieren, indem er FireGPG nutzt. Die Umsetzung ist ziemlich gelungen, allerdings für die Anwendung in einem Weblog noch nicht ganz geeignet. Prinzipiell müsste jeder Blogeintrag – bei Bedarf auch jeder Kommentar – signiert werden können. Die Start- und Endeblöcke sollten via CSS versteckt werden, sonst stören sie den Lesefluß zu sehr. Idealerweise gibt es dann noch eine Ajax-Funktion, die Signatur
en auf Knopfdruck überprüft, bestenfalls jedoch auf dem eigenen Rechner.
Sicherlich ist das noch keine umfassende Lösung für das Identitätsproblem im Internet, aber mit heutigen Bordmitteln schon eine recht einfache und verläßliche Lösung.
——-BEGIN PGP SIGNATURE——-
Version: GnuPG v1.4.9 (Darwin)
Comment: Use GnuPG with Firefox : http://getfiregpg.org (Version: 0.7.4)iEYEARECAAYFAkmu3N4ACgkQ1Dz+9JmeyFCcawCgjN3PFlA02TbdR2kMX2ncvaSt
ms0An2p3TuOP65FV/kYG+CXgHtwijS6J
=hSGk
——-END PGP SIGNATURE——-
Update
Ich sehe die Probleme, dass der angezeigte Text – besonders bei Nutzung von Markup (hier: Textile) natürlich nicht dem signierten entspricht, daher dürfte der Block oben auch nicht validieren. Ich habe es aber trotzdem selbst geschrieben. Ehrlich.
Mo
Feb
16
2009
Meine Identität im Netz
Ich habe in den letzten Tagen und Wochen sehr interessiert das Thema DE-Mail verfolgt. Ich nutze GnuPG, von daher kann ich bei Bedarf einem Empfänger zeigen, dass eine E-Mail von mir ist, oder den Inhalt auch komplett für andere unlesbar machen (verschlüsseln).
Generell gibt es ja zwei Arten der Authentifizierung im Zusammenhang mit elektronisch vermittelter Interaktion:
- Wie kann ich nachweisen, dass ich ich bin?
- Welche Merkmale habe ich (Stammdaten)?
Punkt 1 ist im Fahrwasser der DE-Mail der spannendere. Aber nicht nur DE-Mail versucht in dieser Frage zu helfen, auch andere Dienste wie zum Beispiel Open-ID versuchen, einem Benutzer die Authentifizierung gegenüber unterschiedlichen Stellen leicht zu machen.
Im realen Leben zeigt der Personalausweis bereits, dass ein ursprünglich für einen anderen Zweck konzipiertes Dokument (Feststellung der Wahlberechtigung) regelmäßig für andere Zwecke genutzt wird (Identitätsfeststellung im täglichen Geschäftsleben, z.B. bei der Eröffnung eines Bankkontos).
Im virtuellen Leben gibt es eine ganze Menge Gelegenheiten, bei denen ich nachweisen soll, dass ich ich bin. Wenn ich bei Amazon eine Wunschliste pflege, bei Ebay mein altes Laptop versteigere, beim Verfassen eines Blogbeitrags, ja sogar bei Kommentaren, in sozialen Netzwerken, als zahlender Abonnent eines Zeitung, als Empfänger einer Mailingliste — die Möglichkeiten sind vielfältig). Auf jeder Seite bekomme ich ein Login und ein Passwort. Auf jeder Seite trage ich meinen Namen ein, womöglich sogar mehr. In Verbindung mit meinem durchschnittlichen Gedächtnis ist irgendwann Schluß, dann kann ich mir keine Logindaten mehr merken.
Ziemlich schnell kommt man dann zu der Erkenntnis, überall der gleiche Nutzername und – Gott bewahre! – dasselbe Passwort wäre der Schlüssel zur Glückseeligkeit. Selbstverständlich ist der Komfortgewinn erheblich, das Gedächtnis kann sich andere Dinge merken. Doch häufig ist der Loginname aus dem einen System im anderen nicht mehr frei, bei Ebay bin ich CoolerFred, auf Flickr FredCool und bei Xing logge ich mich mit Fred007 ein.
Dass unterschiedliche Screen-Namen ein nicht zu unterschätzender Vorteil sind, fällt den meisten erst auf, wenn es zu spät ist. Letztens war ich in einem IRC-Chat doppelt angemeldet. Einmal von zuhause und einmal auf der Arbeit. Als ich auf der Arbeit — unter einem Namen — aus dem Chat verschwand, wurde noch etwas über mich geredet. Zugegeben, nicht negativ, aber immerhin. Das konnte meine andere Identität in Ruhe mitbekommen.
Das Sammeln von Informationen über meine Person, also das Profilieren, fängt schon bei yasni an. Vielleicht möchte ich aber nicht, dass das Netz preisgibt, dass ich früher schmachtende Liebesgedichte bei einem kostenlosen Webspace-Anbieter veröffentlicht habe. Ganz bestimmt möchte ich aber auch nicht mit meinem Namensvetter aus dem “Männergesangsverein Volle Pulle” verwechselt werden, der als Hobby “Komasaufen” angibt. Ohne Bild natürlich, als dritter Treffer zwischen echten Netzspuren von mir. Und der andere Typ, der meinen Screen-Name, den ich auf einem Dutzend Netzwerkseiten habe, bei last.fm nutzt, der hört nur Wolfgang Petri!
Nachzuweisen, dass ich ich bin, kann ich natürlich recht einfach dadurch, indem ich als einziger Login und Passwort kenne. Doch das Login selbst kann noch nicht mit Informationen über mich in Verbindung gesetzt werden, was aber nahe liegt, wenn ich eine Seite mit Google-Treffern zu einem Namen vor mir habe. So gesehen ist der zweite Punkt für die Reputation noch wesentlich wichtiger, als der erste. (Würde jemand sich als ich ausgeben und Millionenbeiträge für gute Zwecke spenden, dann wäre meine Reaktion vielleicht nicht so negativ, aber das Prinzip das gleiche.)
In der vernetzten Welt gilt es also sicherzustellen, dass man als einziger sich als die eigene Person authentifizieren kann und zweitens, dass alle Informationen für die eigene Person auch korrekt zuzuordnen sind.
Ich bin hin und hergerissen was die Frage der Authentifizierung im Netz angeht. Einerseits bin ich ein starker Befürworter der kontrollierten Datenpreigabe. Bisher habe ich zahlreiche Accounts, die ich mir dank KeePassX zumindest externalisiert merke. Andererseits reizen mich Systeme wie OpenID schon sehr. Noch mehr Daten im Web zu hinterlassen widerstrebt mir zwar, der Komfort ist jedoch womöglich das Risiko wert?
Wie denkt ihr darüber? Nutzt ihr OpenID? Habt ihr einen Account für unterschiedliche Seiten im Netz oder lieber viele unterschiedliche? Ich würde mich freuen, in den Kommentaren (oder besser noch: in den Blogs meiner Rolle) etwas mehr zum Thema zu lesen.
Di
Feb
10
2009
Wenn nichts passiert, bloggt man übers Bloggen
Das Wetter war heute ja nicht gerade berauschend. Besser soll es in den nächsten Tagen ja auch nicht werden. Im Gegenteil: Kalt soll es werden, Schnee soll es geben, Winter soll wiederkehren.
Als Wiebke und ich im Jahr 2003 überlegten, eine gemeinsame Webseite ins Leben zu rufen, auf der wir alles mögliche (im Gespräch war lange Zeit ein Cola-Test mit verbundenen Augen, Umfragen und Nachrichten für die verstreut lebende Verwandschaft) der Welt preisgeben wollten, da hatten wir keine Vorstellung davon, dass die Bugwelle des Web 2.0 alles und jeden mit solch großer Gewalt mitreißen würde.
Heute ist Bloggen – damals hatte ich keine Ahnung, dass das so heißt – im vielbeschimpften Mainstream angekommen. Das ist nicht unbedingt schlecht, aber ein Qualitätsmerkmal ist das auch nicht. Auch sind die “early-adopters” sicherlich nicht die besseren, die wahren Blogger (klingt nach True Metal und Manowar, nicht wahr?). Im Gegenteil, was zählt, ist der Content.
Einige Zeit lang habe ich als Trainer an der Universität mein Geld verdient und den dortigen Studenten das Web 2.0 nahe gebracht. Damals noch mit dem augenzwinkernden Hinweis “Web 2.0 ist das mit den runden Ecken”. Auch wenn es durch die techniknahen Autoren der ersten Stunde, die traditionell im Mai einen Relaunch des Designs vollziehen, häufig so aussieht, im Jahre 2009 geht es mehr und mehr um Content. Das Internet ist einfach geworden.
Wer heute eine Webseite möchte, darf dumm sein. Er ist es in der Regel auch und daran ist nichts schlimm. Wer sich mit Apache Rewrite-Rules, CSS-Browserweichen und REPAIR-TABLE-Syntax herumschlägt, hat keine Zeit mehr für Inhalte. Es sei denn, er wird ein Metablogger, also er schreibt über das, was er schraubt. Man stelle sich das einmal vor, ein Automechaniker, der in seiner Freizeit den Schraubschlüssel schwingt und dann darüber eine Webseite betreibt. Klar, den gibt es, aber er ist irgendwie selten.
Wer heutzutage Blogs liest, der ist an Inhalten interessiert, an Geschichten oder an Tipps zum besseren Leben, mehr Erfolg oder zum Bezwingen der Technik. Früher war das anders. 2003 waren Blogleser in der Regel auch Blogger. Man schrieb und las, in etwa wie eine Kreativschreibgruppe. Die gibt es auch schon immer, nur beschäftigen sich die wenigsten von ihnen mit der Diskussion des richtigen Stifts, wie man ein Update des Oktavhefts durchführt oder ob man bessere Geschichten schreibt, wenn man Blümchenpapier aus recycleten Boulevardmagazinen benutzt.
Yauh.de hat sich in den letzten Jahren immer wieder gewandelt, es gab Neustarts, Winterschlaf, Hochphasen, Tiefs, persönliche Phasen, techniklastige Zeiträume und so viel mehr. Wie aufmerksame Leser unschwer festgestellt haben, steht hier in den letzten Monaten deutlich weniger Privates, Wiebke läßt sich nur in den Kommentaren blicken und meine Online veröffentlichen Schimpftiraden sind an einer Hand abzählbar. Es gibt ein verstecktes Privatblog für die Familie mit den wichtigen Dingen des Lebens, aber eben nicht öffentlich. Nicht alles ist für alle bestimmt.
Dieser Wechsel liegt sicherlich auch ein wenig darin begründet, dass es inzwischen so viele Alternativen zum Blog gibt. Nicht alle sind besser, viele sogar fragwürdig, aber alle produzieren eine Menge Output. Wer heute online ist, bringt deutlich mehr Zeit mit sozialen Netzen vom Blog bis hin zu offiziellen Massenplattformen zu.
Im Februar versuche ich mich an einem Experiment, um eine Art Selbstanalyse zu betreiben. Jeden Tag möchte ich einen Blogeintrag veröffentlichen. Dabei sind manche Tage einfacher als andere. In der Tat zeichnet sich ein gewisser Trend ab, dass mein Leben sehr arbeits- bzw. IT-lastig geworden ist. Das merkt man auch an der Thematik der Beiträge.
Blogs waren und sind in vielen Fällen immer noch das Sprachrohr für Technikthemen und Meckereien. Ersteres finde ich für yauh.de absolut ok, letzteres habe ich schon vor einiger Zeit abgestellt – in erträglichem Maß wird es das aber auch weiterhin geben. Wer weiß, wohin das Experiment eines Beitrags pro Tag führen wird, ganz ehrlich gehen mir jedoch langsam die Themen aus. Über meine Arbeit blogge ich zwar gerne, aber nicht am laufenden Band.
In diesem Sinne dient yauh.de einmal mehr der Selbstfindung. Es wäre aber nicht Web 2.0, wenn die Leserschaft nicht auch etwas dazu sagen dürfte. Oder manuell trackbacken :-)