Mi
Mai
05

2010

Ja, ich lebe noch

Hier ist derzeit etwas wenig los, da ich vermehrt damit beschäftigt bin, das tägliche Leben zu pflegen. Zur Zeit habe ich kein Bedürfnis, hier zu bloggen, mir reichen die unregelmäßigen Einträge auf feierabendyogi.de.

Aber sicher fallen mir spontant Tausend Dinge ein, die ich bloggen will, sobald ich diesen Eintrag veröffentlicht habe.

Fr
Aug
21

2009

Die Geschichte vom Ende der Geschäftsbeziehungen mit Unitymedia oder tcfkaish

Das Ende meiner Beziehung zu Unitymedia (the company formerly known as ish, kurz – tcfkaish) ist seit letztem Freitag eigentlich gekommen. In dieser Woche habe ich dann noch einmal Post bekommen, die ich zuerst als Rechnung abtun wollte. Allerdings bekomme ich regelmäßig eine Online-Rechnung in irgendeinen toten Briefkasten auf der Webseite von tcfkaish, also war die Annahme, eine Rechnung erhalten zu haben, sicherlich falsch, auch wenn der Hauptteil so ähnlich aussah (ganzer Brief nach Klick):

Bitte setzen Sie sich mit Ihrem Kundenservice in Verbindung, falls Sie Ihr Guthaben zurück möchten.

Bei genauerem Hinsehen steht als Betreff “Ihre Gutschrift” und im Fließtext der Hinweis:

Bitte setzen Sie sich mit Ihrem Kunden-Service unter der oben genannten Telefonnummer in Verbindung, wenn Sie Ihr Guthaben ausgezahlt haben möchten, damit wir die Bankverbindung mit Ihnen abstimmen können.

Nennt mich überempfindlich, aber das hat für mich einen faden Beigeschmack. Kurz gesagt, ich kündige meinen Vertrag mit einer Firma, so dass ich keine Dienstleistungen welcher Art auch immer mehr beziehe. Diese Firma teilt mir mit, falls ich – was aus ihrer Sicht nicht 100%ig sicher zu sein scheint, da ich es erst explizit anfordern muss – mein Guthaben gerne zurückhaben und nicht als Spende ohne Quittung der tcfkaish überlassen möchte, ich mich mit dem kostenpflichtigen Service in Verbindung setzen muss. Die kostenlose 0800-Nummer gilt leider nur für Kunden(-anschlüsse) und dieser ist seit dem Datum des Schreibens inaktiv.

Ich freue mich über das 0180-Telefonbuch und rufe den Kundenservice an. Dort werden meine Daten überprüft und die Frage gestellt, ob das Konto, welches seit 2006 (!) genutzt wird, noch aktuell sei. Natürlich! Beim Kundenservice stelle ich dann die aus meiner Sicht berechtigte Gegenfrage, weshalb man prüfen will, ob meine Kontoverbindung noch aktuell sei, immerhin wurde erst im letzten Monat hier erfolgreich abgebucht. Die Antwort ist wenig überzeugend. Manche Kunden wünschen wohl eine Überweisung auf andere Konten bzw. man wolle sich versichern, dass die Überweisung der Gutschrift auch tatsächlich funktioniert.

Sicherlich kann tcfkaish diese Vorgehensweise anwenden. Aus Kundensicht halte ich sie jedoch für höchst fragwürdig, da enorme Aufwände auf beiden Seiten fällig werden. Verschwörungstheoretiker könnten denken, dass diese Aufwände sich womöglich dadurch finanzieren, dass manch ein ehemaliger Kunde die Gutschrift anzufordern vergisst und sich einfach freut, endlich aus dem Vertrag entkommen zu sein. Bislang waren wir aber zum Glück von solchen Schauergeschichten verschont und die Art und Weise der Gutschrift bestätigt mir wieder einmal1, dass die Kündigung der richtige Schritt war.

1 Besonders frech fand ich den telefonischen Hinweis bei meiner Kündigung, dass ich ja für fünf Euro weniger mehr Leistung haben könne. Vor der Kündigung hat mich hierauf niemand hingewiesen, obwohl es sich um ein regulären Angebot handelte und tcfkaish regelmäßig Werbepost an uns verschickt hatte.

Mi
Jun
24

2009

Mein erstes Mal... Blutspenden

Da ich derzeit Urlaub habe, bleibt wieder etwas mehr Zeit für ein paar liegengebliebene Dinge, aber auch für einige neue Erfahrungen. Heute stand ein Blutspendemobil des DRK in Bochum. Da ich keine konkreten Pläne für den Nachmittag hatte, bin ich seit heute Blutspender.

Nachdem ich mit Wiebke immer wieder mal darüber gesprochen habe, dass ich Blut spenden sollte, habe ich es regelmäßig vor mir hergeschoben. Einer der Gründe dürfte mein recht ausgeprägter Respekt vor den verwendeten Nadeln gewesen sein, der sich aber allem Anschein nach in den letzten 30 Jahren deutlich gelegt hat.

Nachdem ich einen recht guten HB-Wert präsentieren konnte (man sagte mir 17,3 von 18 möglichen Punkten), durfte ich nach wiederholter Aufklärung, dass ich heute weder rauchen noch trinken solle und auch Sport (Yoga können sie ja nicht gemeint haben, ich mache trotzdem heute eine Pause) und Sauna nicht in Frage kämen, auf einen der bequemen Liegesessel im Bus und einen halben Liter Blut abgeben.

Der Verband vom ersten Blutspenden

Jetzt ziert ein schicker weißer Verband meinen rechten Ellenbogen und gibt mich als Mitglied der Blutspender-Community zu erkennen. Auf dem Nachhauseweg fühlte ich mich wie einer dieser LKW- oder Busfahrer, die andere Berufskraftfahrer regelmäßig grüßen. Die Veteranen des Blutspendemobils Bochum nickten allesamt wissend beim Vorübergehen.

In spätestens zwei Wochen sollte ich wissen, ob mein Blut akzeptable Qualität hatte und ob ich nunmehr regelmäßig als registrierter Spender zur Ader gelassen werden darf. Bislang war es gar nicht so schlimm und ich frage mich, wieso ich nicht schon vor ein paar Jahren auf die Idee gekommen bin, mein Blut zu spenden.

Mo
Apr
06

2009

Sehendes Auge

Gut, dass ich eine Yoga-Pause gemacht habe. Mein Arzt hat mich vollgepumpt mit Antibiotika, Penecillin und – was ich ihm so schnell nicht verzeihen werde – Augentropfen und Augensalbe. Es gibt aus meiner Sicht nichts schlimmeres, als Augentropfen. Wobei, bei längerem Nachdenken, wenn man die Anweisung bekommt, nicht an den Computer zu gehen, auf keinen Fall zu lesen und weder Kino noch Fernsehen zu benutzen, dann konkurriert das schon ganz schön.

Immerhin gab es viel Zeit nachzudenken, über Blogs, Web 2.0 und yauh.de, was in naher Zukunft für den ein oder anderen Beitrag gut sein dürfte.

Sa
Mär
14

2009

Sammelsurium

5000 sind es zwar noch nicht, aber die 4600 habe ich bald erreicht.

Links verpflichten, jetzt sollte ich wohl etwas mehr Yoga machen und auch darüber schreiben. Hat mit dem kleinen Video ja auch schon angefangen.

Den ersten Artikel für das freie Magazin habe ich jetzt korrigiert, ich hatte mich angesprochen gefühlt. Peinlicherweise passierte das Korrigieren unter Einfluß der Töne von DSDS aus dem Wohnzimmer (und ich bin ab und zu rüber um mit offenem Mund auf die Mattscheibe zu starren).

Murder on the Orient Express ist Buch Nummer 3 und sollte morgen ausgelesen sein.

Do
Feb
19

2009

Kein Eintrag pro Tag

Ich habe es nicht geschafft, täglich einen Eintrag im Februar zu verfassen. Am Dienstag bin ich nach Wien geflogen und gestern zurück gekommen. An beiden Tagen hatte ich nur wenig Zeit, für einen eigenen Eintrag gab es da keine Gelegenheit. Hätte ich ein iPhone, wäre sicherlich aus der Wartehalle Düsseldorf noch ein Eintrag verfasst worden. Immerhin wurde ich zum ersten Mal in meiner Flugkarriere zur zweiten Sicherheitsprüfung gebeten. Mit einem zwei Meter/vier Tonnen Glatzkopf mit osteuropäischen Akzent auf ein separates Zimmer zuzugehen ließ in mir den starken Wunsch aufkommen, eine dritte Person mitzunehmen. Die war zum Glück nicht nötig, es ging nur darum ein paar Lackmuspapiere (oder etwas verwandtes) am Laptop und in meinem Rucksack entlang zu führen, um nach Spuren von TNT zu suchen. Das jedenfalls die offizielle Erklärung.

Wien war ganz gut, allerdings gibt es in den dortigen Restaurants kein Rauchverbot und ich weiss jetzt noch mehr als zuvor zu schätzen, wie gut der hiesige Geschmacksschutz beim Essen funktioniert. Ansonsten habe ich wie immer viel Flughafen und Transportmittel (diesmal: S-Bahn-Linien 8 und 7) gesehen, etwas Besprechungsraum, aber fast nichts von der Stadt.

Heute ist Yoga-Tag, aber die sonst übliche Praxis habe ich heute nicht geschafft, da ich erst vor wenigen Minuten nach Hause zurückgekehrt bin und jetzt in Richtung Bett gehen werde. Nichtsdestotrotz ist heute Yoga-Donnerstag, ich habe mit zumindest gedanklich stark auf meinen Atem konzentriert, Asanas folgen dann morgen.

So
Feb
15

2009

Alles eine Frage des Standpunktes

Wie oft haben wir es schon gehört “Mach doch dein Hobby zum Beruf!” Was zunächst absolut schön romantisch und erstrebenswert klingt, sieht unter einem veränderten Blickwinkel nicht mehr ganz so rosig aus. Beispiel gefällig?

A: Wahnsinn, du hast es gut. Du hast ja dein Hobby zum Beruf gemacht! Ist das nicht super?
B: Naja, ich habe jetzt ein Hobby weniger.

Also aufgepasst, die beste Entscheidung des Lebens muss nicht immer auch die richtige sein. Manchmal ist ein Hobby ohne Zwang doch schöner als ein Job ohne Ausgleichshobby.

Di
Feb
10

2009

Wenn nichts passiert, bloggt man übers Bloggen

Das Wetter war heute ja nicht gerade berauschend. Besser soll es in den nächsten Tagen ja auch nicht werden. Im Gegenteil: Kalt soll es werden, Schnee soll es geben, Winter soll wiederkehren.

Als Wiebke und ich im Jahr 2003 überlegten, eine gemeinsame Webseite ins Leben zu rufen, auf der wir alles mögliche (im Gespräch war lange Zeit ein Cola-Test mit verbundenen Augen, Umfragen und Nachrichten für die verstreut lebende Verwandschaft) der Welt preisgeben wollten, da hatten wir keine Vorstellung davon, dass die Bugwelle des Web 2.0 alles und jeden mit solch großer Gewalt mitreißen würde.

Heute ist Bloggen – damals hatte ich keine Ahnung, dass das so heißt – im vielbeschimpften Mainstream angekommen. Das ist nicht unbedingt schlecht, aber ein Qualitätsmerkmal ist das auch nicht. Auch sind die “early-adopters” sicherlich nicht die besseren, die wahren Blogger (klingt nach True Metal und Manowar, nicht wahr?). Im Gegenteil, was zählt, ist der Content.

Einige Zeit lang habe ich als Trainer an der Universität mein Geld verdient und den dortigen Studenten das Web 2.0 nahe gebracht. Damals noch mit dem augenzwinkernden Hinweis “Web 2.0 ist das mit den runden Ecken”. Auch wenn es durch die techniknahen Autoren der ersten Stunde, die traditionell im Mai einen Relaunch des Designs vollziehen, häufig so aussieht, im Jahre 2009 geht es mehr und mehr um Content. Das Internet ist einfach geworden.

Wer heute eine Webseite möchte, darf dumm sein. Er ist es in der Regel auch und daran ist nichts schlimm. Wer sich mit Apache Rewrite-Rules, CSS-Browserweichen und REPAIR-TABLE-Syntax herumschlägt, hat keine Zeit mehr für Inhalte. Es sei denn, er wird ein Metablogger, also er schreibt über das, was er schraubt. Man stelle sich das einmal vor, ein Automechaniker, der in seiner Freizeit den Schraubschlüssel schwingt und dann darüber eine Webseite betreibt. Klar, den gibt es, aber er ist irgendwie selten.

Wer heutzutage Blogs liest, der ist an Inhalten interessiert, an Geschichten oder an Tipps zum besseren Leben, mehr Erfolg oder zum Bezwingen der Technik. Früher war das anders. 2003 waren Blogleser in der Regel auch Blogger. Man schrieb und las, in etwa wie eine Kreativschreibgruppe. Die gibt es auch schon immer, nur beschäftigen sich die wenigsten von ihnen mit der Diskussion des richtigen Stifts, wie man ein Update des Oktavhefts durchführt oder ob man bessere Geschichten schreibt, wenn man Blümchenpapier aus recycleten Boulevardmagazinen benutzt.

Yauh.de hat sich in den letzten Jahren immer wieder gewandelt, es gab Neustarts, Winterschlaf, Hochphasen, Tiefs, persönliche Phasen, techniklastige Zeiträume und so viel mehr. Wie aufmerksame Leser unschwer festgestellt haben, steht hier in den letzten Monaten deutlich weniger Privates, Wiebke läßt sich nur in den Kommentaren blicken und meine Online veröffentlichen Schimpftiraden sind an einer Hand abzählbar. Es gibt ein verstecktes Privatblog für die Familie mit den wichtigen Dingen des Lebens, aber eben nicht öffentlich. Nicht alles ist für alle bestimmt.

Dieser Wechsel liegt sicherlich auch ein wenig darin begründet, dass es inzwischen so viele Alternativen zum Blog gibt. Nicht alle sind besser, viele sogar fragwürdig, aber alle produzieren eine Menge Output. Wer heute online ist, bringt deutlich mehr Zeit mit sozialen Netzen vom Blog bis hin zu offiziellen Massenplattformen zu.

Im Februar versuche ich mich an einem Experiment, um eine Art Selbstanalyse zu betreiben. Jeden Tag möchte ich einen Blogeintrag veröffentlichen. Dabei sind manche Tage einfacher als andere. In der Tat zeichnet sich ein gewisser Trend ab, dass mein Leben sehr arbeits- bzw. IT-lastig geworden ist. Das merkt man auch an der Thematik der Beiträge.

Blogs waren und sind in vielen Fällen immer noch das Sprachrohr für Technikthemen und Meckereien. Ersteres finde ich für yauh.de absolut ok, letzteres habe ich schon vor einiger Zeit abgestellt – in erträglichem Maß wird es das aber auch weiterhin geben. Wer weiß, wohin das Experiment eines Beitrags pro Tag führen wird, ganz ehrlich gehen mir jedoch langsam die Themen aus. Über meine Arbeit blogge ich zwar gerne, aber nicht am laufenden Band.

In diesem Sinne dient yauh.de einmal mehr der Selbstfindung. Es wäre aber nicht Web 2.0, wenn die Leserschaft nicht auch etwas dazu sagen dürfte. Oder manuell trackbacken :-)

Mo
Nov
10

2008

Zehn bis 60 Minuten später

Der Novemberfahrplan der Bahn

Jedes Jahr, wenn es regnet und ein paar Blätter auf den Gleisen liegen, muss die Bahn witterungsbedingt klein beigeben. Wenn dann auch noch die Strecke stark ausgelastet ist (was man bei der Planung des Fahrplans nicht vorhersehen kann), dann kommt es eben zu ein paar Verspätungen. Aber – immerhin – die Züge fahren ja alle.

Do
Aug
14

2008

Urlaubsimpressionen 2008

Urlaub August 2008

Wir haben Urlaub gemacht. Sommerurlaub. Eine Woche lang. Die attraktive Westküste war allerdings deutlich feuchter, als wir es uns erhofft hatten.

Ein paar Impressionen des Jahresurlaubs mit ein paar kleinen Kuriositäten, der Mann in der Au dürfte jedoch nur Eingeweihten etwas sagen.

Kahnfahrer geht über Bord, um sein verlorenes Ruder zu bergen

Creative Oase - Scrapbooking & Bastelbedarf

Meldorfer Dom

Mindestens haltbar bis: 30.12.3000

Einladende Strandkörbe mitten im August

Die Regatta (sic!) fährt durch den Kanal

Mi
Jun
18

2008

Paketkarte gefunden

Im Internet habe ich vor einiger Zeit ein Paket mit drei Paletten Dr. Pepper bestellt. Da das Paket leider nicht zugestellt werden konnte und ich daher eine Paketkarte im Briefkasten hatte, entschied ich mich, die zig Kilo nicht nach Hause zu tragen, sondern den Postboten erneut zu bestellen. Zu diesem Zweck füllte ich die Paketkarte aus und wollte sie auf meinem Weg zur Arbeit am Bahnhof in den Briefkasten stecken. Doch dazu kam es nicht, da ich die Karte irgendwo vor den Bochumer Stadtwerken verloren habe. Doch davon wusste ich am Abend bereits nichts mehr.

Doch dann klingelte das Telefon. Ein netter Herr war am anderen Ende und berichtete, er habe meine Paketkarte gefunden. Ob ich mein Paket trotzdem bekommen hätte, fragte er. Da ich verneinte – ich hatte es ja nicht einmal versucht – fragte er, ob er mir die Karte vorbeibringen solle. Ich war gänzlich perplex und wusste kaum etwas zu entgegnen ob der Freundlichkeit meines Gegenüber. Da ich die Karte eigentlich direkt per Post absenden wollte, bat ich ihn, die Karte einfach in einen nahe gelegenen Briefkasten stecken möge. Dies schien er auch getan zu haben, denn am gewünschten Tag in der darauffolgenden Woche kam das Paket schließlich an.

Nochmal herzlich Dank an den Unbekannten, der extra die Auskunft bemüht hatte, um meine Telefonnummer zu erhalten, damit er mir eine scheinbar wertlose Paketkarte zurückgeben konnte. Mein Vertrauen in die netten Menschen von nebenan hat weiterhin Bestand!