Schöne neue Tapeten - Adios all-inkl, salut webhostone!

Nach drei Jahren bei all-inkl.com habe ich in der letzten Woche einen Wechsel meines Webhosting-Dienstleisters durchgeführt. Tschüß all-inkl, hallo webhostone!

Der Alte
Ich war jahrelang zufrieden mit all-inkl.com. Die Konditionen waren einfach passend:

  • 10 GB Speicherplatz
  • PHP, MySQL, Cronjobs
  • Weniger als 8 Euro im Monat, bei jährlicher Vorauszahlung sogar noch günstiger

Ich wäre vermutlich auch weiterhin bei all-inkl.com geblieben, denn in den drei Jahren hatte ich kaum Ausfälle, im Grunde immer hübsch flotte Seiten und einen wirklich schnellen und fitten Support.

Sehnsucht nach der Südsee
Vor all-inkl hatte ich meinen eigenen vServer bei xencon (der lief damals sogar wunderbar mit NetBSD) und fand das eigentlich ideal, bis auf das nervige Thema Mailserver. Ich war für eine überschaubare Zeit mal für einen Mailserver zuständig und weiß um die Verantwortung und Zeit, die man in sowas stecken muss, daher reizt mich das Thema Mail in Eigenregie nicht. Aber alle anderen Vorteile hätte ich schon gerne.

Entsprechend habe ich regelmäßig nach einem Angebot gesucht, was mir größtmögliche Freiheiten bei der Konfiguration lässt, aber den Mailserver komplett managed.

Der Neue
webhostone.de ist – übrigens wie all-inkl.com auch – regelmäßig in den Top 10 Listen der webhostlist zu finden, was für eine hohe Kundenzufriedenheit spricht. Zusätzlich klangen folgende Punkte sehr verlockend:

  • SSH-Zugriff
  • Perl/PHP/Ruby/Python – alles drin
  • httpd.conf und php.ini komplett anpassbar
  • Wahlweiser Remote-Zugriff auf SQL-Datenbanken
  • 6 bzw. 10 Euro im Monat für vergleichbare Angebote mit 3 bzw. 5 GB Speicher

Da ich die 10 GB Speicherplatz nie ausgereizt habe, sind mir weniger Speicher und mehr Freiheit sehr positiv aufgefallen. Allerdings wird bei webhostone der Mailspeicher noch vom Gesamtangebot abgezogen. Bei drei Accounts mit je 500 MB Quota sind also schonmal 1.5 GB “weg”.

Leider sind die Admin-Oberfläche und z.B. die Benennung von SQL-Datenbanken und -nutzern nicht optimal, aber ausreichend.

Nach ein paar Tagen Tests war ich überzeugt und habe den Wechsel eingeleitet.

Der Wechsel
Selten genug wechselt man seine Hausbank, ähnlich nervig gestaltet sich der Wechsel auf einen neuen Webserver. Auch hier ist der unangenehmste Teil das Umziehen der E-Mails – vor allem, wenn man wie bei fast allen Shared-Hostern keinen Zugriff auf das Mailverzeichnis hat.

Der strahlende Held des Tages hieß imapsync. Mit dem Perl-Skript lassen sich IMAP-Konten einfach schnell und schmerzlos synchronisieren, so dass alle Mail vom alten auf den neuen Server mit umziehen. Die Installation und Benutzung ist denkbar einfach.

Es reicht aus, die Datei herunterzuladen, zu entpacken und – im Verzeichnis von imapsync die Abhängigkeiten zu testen:

$ perl -c imapsync

Ein make install ist nicht notwendig. Gibt der obige Befehl imapsync syntax OK aus, ist alles in Ordnung.

Die eigentliche Synchronisierung zwischen all-inkl.com und webhostone.de wollte mit einer (standardmäßigen) MD5-Anmeldung nicht klappen, also musste der Loginmechanismus umgestellt werden. Da die Nameserver bereits umgeschwenkt waren, musste für den alten Mailserver – natürlich – die IP-Adresse statt des Namens verwendet werden:

$ perl imapsync --host1 85.13.137.1 --user1 stephan_alt --password1 123456 --authmech1 LOGIN --host2 yauh.de --user2 stephan_neu --password2 123456 --authmech2 LOGIN

Wenige Minuten später war alles synchronisiert.

Die Anpassung der Webpräsenzen und Einrichtung aller (Sub-)Domänen war dann eigentlich nur eine Fleissarbeit.

Author image
Blogging since 2003 about life, tech, yoga. Passionate about the details and eager to know more. Systems theory meets empathy.
Bochum. Germany.
top