OpenWRT auf Asus WL-500g Premium

Seit Anfang Mai habe ich einen WLAN-Router von Asus, den WL-500g Premium, natürlich mit einem freien Betriebssystem: OpenWRT. Der Router verfügt neben vier Netzwerkports, 32 MB RAM und einer schicken Antenne über zwei USB 2.0 Ports, an welche man einen Drucker oder USB-Speicher anschließen kann. Ich habe derzeit nur einen alten 512 MB USB-Stick angeschlossen, da der Drucker in einem anderen Zimmer steht.

Die Installation von OpenWRT 0.9, Codename White Russian war dank der guten Dokumentation vergleichsweise einfach, Image downloaden, flashen, warten, neustarten, fertig. Als nächstes dann die Konfiguration und erste Schritte, bis hin zur Einbindung des USB-Speichers.

Upgrade der Firmware

Die Erst-Installation des Images erfolgte via Windows XP (Asche auf mein Haupt) mit dem Firmware Restoration Tool von Asus. Die installierte Firmware ist openwrt-brcm-2.4-squashfs.trx.
Nach längerem Warten – lieber eine Minute zu lang als zu kurz – habe ich den Router neu gestartet.

Der erste Bootvorgang

Nach dem ersten Boot funktionierte bereits der Betrieb via Kabel einwandfrei. Dank DHCP hatte der Asus eine Verbindung zum Kabelmodem, welches seinerseits mit dem Internet verbunden war.
Zunächst ging es darum, den Administrationszugang abzusichern.

Administrationszugang via ssh

Via telnet auf den Router (192.168.1.1), dort via passwd das Passwort für den ssh-Zugang gesetzt, anschließend den Router neu gestartet mittels reboot.
Anmerkung: steht vor der Zeile stephan$, so ist der Befehl auf dem Rechner einzugeben, an dem der Benutzer gerade angemeldet ist, steht dort [email protected], so ist der Befehl auf dem Router einzugeben. Es wird davon ausgegangen, dass der Router unter der Adresse 192.168.1.1 zu erreichen ist.

stephan$ telnet 192.168.1.1
[email protected]:~# passwd
Changing password for root
Enter the new password (minimum of 5, maximum of 8 characters)
Please use a combination of upper and lower case letters and numbers.
Enter new password:
Re-enter new password:
Password changed.
[email protected]:~# reboot

Es kann ein klein wenig dauern, doch dann kann man via ssh auf den Router zugreifen, das Passwort ist das zuvor eingestellte:

stephan$ ssh [email protected]

Da ich von meinem Rechner aus gerne ohne Eingabe eines Passwortes auf den Router gelangen möchte, folgt die Konfiguration der Public Key Authentication. Falls noch kein dsa-Schlüsselpaar vorhanden ist, wird dieses mittels

stephan$ ssh-keygen -t dsa

erzeugt. Dann muss der Key auf den Router kopiert werden:

stephan$ scp ~/.ssh/id_dsa.pub [email protected]:/tmp

Der Schlüssel muss noch zu den Authorized Keys hinzugefügt werden:

[email protected]:~# cd /etc/dropbear
[email protected]:~# cat /tmp/id*.pub >> authorizedkeys
[email protected]:~# chmod 0600 authorized_keys

Eventuell sollte man bei Problemen in der Datei ~/.ssh/known_hosts eine eventuell vorhandene Zeile, die mit 192.168.1.1 beginnt entfernen.

Aktualisierung des Images und Einrichtung WLAN

Die folgenden Befehle sind auf der Kommandozeile einzugeben. Hiermit wird die Paketverwaltung aktualisiert bzw. benötigte Pakete werden installiert. Die Meldung Successfully terminated ist eine Erfolgsmeldung.

[email protected]:~# ipkg update
[email protected]:~# ipkg install ntpclient
[email protected]:~# ipkg install nas
[email protected]:~# nvram set wl0akm=psk psk2
[email protected]:~# nvram set wl0
crypto=aes+tkip
[email protected]:~# nvram set wl0wpapsk =MeinePassphraseFürDasWLAN
[email protected]:~# nvram commit

X-Wrt

X-Wrt als Alternative zum bestehenden Webinterface bietet sich an, es reicht aus, auf der Webseite des Projekts die Adresse des Router einzugeben, das Update läuft automagisch.

USB-Unterstützung

Die fragmentarische Kurzfassung:

[email protected]:~# ipkg install kmod-usb2
[email protected]:~# ipkg install kmod-usb-storage
[email protected]:~# ipkg install kmod-ext2
[email protected]:~# ipkg install fdisk
[email protected]:~# ipkg install e2fsprogs
[email protected]:~# ipkg install swap-utils

Durch den Aufruf von dmesg lässt sich erkennen, welche Bezeichnung der USB-Stick hat, in meinem Fall /dev/scsi/host0/bus0/target0/lun0

[email protected]:~# fdisk /dev/scsi/host0/bus0/target0/lun0/part1

Mittels fdisk lege ich eine Partition an, die später unter /mnt/usb/ eingehangen werden soll.

[email protected]:~# echo ‘/dev/scsi/host0/bus0/target0/lun0/part1 /mnt/usb ext2 defaults 0 0’ > /etc/fstab

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Blogging since 2003 about life, tech, yoga. Passionate about the details and eager to know more. Systems theory meets empathy.
Bochum. Germany.
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