NFS mit Mac OS X 10.5 und OpenBSD 4.3

Bei mir ist ein Mac Mini G4 als Server mit OpenBSD 4.3 eingerichtet. Da dieser einen deutlich günstigeren Stromverbrauch hat, als der große iMac, lasse ich diesen mit einem ruhigeren Gewissen Dinge auch mal über Nacht erledigen. Um die Daten zwischen den Rechner austauschen zu können, nutze ich das Network File System NFS.

Unter OpenBSD ist es vergleichsweise simpel, einen NFS-Share einzurichten. Hier sind die folgenden Schritte notwendig:

  1. Konfiguration des Exports
  2. Starten der notwendigen Serverdienste

Die eigentliche Konfiguration wird in der /etc/exports erledigt. Der Inhalt sieht bei mir wie folgt aus:

/home/ftp -alldirs -network=192.168.1 -mask=255.255.255.0

Auf dem Mac Mini wird das Verzeichnis /home/ftp im Netzwerk mit der Maske 255.255.255.0 und für alle IP-Adressen 192.168.1.x freigegeben. -alldirs sorgt dafür, dass auch andere Verzeichnisse vom Client aus gemounted werden können.

Um die entsprechenden Serverdienste zu starten genügt es, in der /etc/rc.conf.local die folgenden Zeilen anzupassen:

portmap=YES
nfs_server=YES

Dummerweise besteht im Finder von Mac OS X 10.5.4 zwar theoretisch die Möglichkeit, diesen Share ganz einfach mittels Apfel-K (Verbinden mit Server) zu nutzen, praktisch scheitert das jedoch bei mir. Hilfe gibt es im Forum des Mac OS X Hints.

Mit dem Befehl mount -o -P im Terminal klappt es dann schließlich. Mein Mac Mini hat die IP-Adresse 192.168.1.123.

[email protected]$ sudo mount -o -P 192.168.1.123:/home/ftp /private/mnt

Was ist hier passiert? Nun, OpenBSD verlangt “sichere” bzw. privilegierte Ports, das scheint OS X – genau genommen der Finder – aber irgendwie nicht zu verstehen. Zu blöd, dass das Problem seit gut sechs Jahren bekannt ist.

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