MP3-Player im Vergleich

Seit November 2001 besitze ich einen iPod. Richtig gelesen: ein und denselben iPod. Seitdem läuft er und läuft1 und läuft. Langsam aber sicher wird der Platz mit unter 5GB effektivem Speicherplatz etwas eng, der Komfort beim Begutachten der WDR-5-Podcasts läßt zu wünschen übrig2 und der weiße Player wirkt schon recht klobig und schwer.

Treue Leser wissen um mein gespaltenes Verhältnis zu neuen iPods. Daher überlege ich schon, ob ich nicht auch der Konkurrenz (zum Beispiel dem vielgelobten Cowon D2) mal eine Chance geben sollte. Aber aus religiösen Gründen und wegen des einfachen Bedienkonzepts mit iTunes3 kann ich mich bislang nicht hinreißen lassen.

Da ich im Grunde “nur” Musik hören will, Videos kommen vermutlich kaum in Frage und unterwegs gibt es keine WLAN-Hotspots, die für Zusatzfunktionen offen wären4, können mich die meisten Spielereien kaum locken.

Anythingbutipod.com bietet eine wunderbare Vergleichsmöglichkeit für ausgewählte MP3-Player, zum Beispiel für die aktuellen iPods. Im direkten Vergleich mit der Konkurrenz ist es schon erschreckend, wie mager manch ein Merkmal der iPods ist: nur 64k Farben, keine Aufnahmefunktion, keine Bookmarks (z. B. für lange Hörbücher), keine frei definierbaren EQs, …

Trotzdem neige ich dazu, einem iPod den Vorzug zu geben. Dummerweise sagt mir gerade nur der nano zu, aber mit nur 8GB Speicher und ohne einen Slot für SDHC ist mir der Preis ehrlich gesagt zu hoch. Der touch ist mir viel zu teuer5 und wahrscheinlich total unpraktisch, wenn ich den beim Bahnfahren in der Tasche habe und schnell einen Song vorspulen möchte.

1 Ein Batteriewechsel war zwischendurch allerdings schon nötig.

2 Ist es eigentlich so schwer, die Folgennummer oder ein Datum am Anfang des Titels einzufügen?

3 Ich bin einer der wenigen Verfechter des iTunes-Prinzips und finde den Abgleich mit den Playlisten (aus Gewohnheit) einfach gelungen.

4 Die einzig sinnvolle Zusatzfunktion eines mobilen Players wäre ein Anbindung an mein Rosetta Stone oder die Möglichkeit, Vokabeln zu pauken (z. B. mit ProVoc).

5 Aber verdammt sexy.

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Blogging since 2003 about life, tech, yoga. Passionate about the details and eager to know more. Systems theory meets empathy.
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