Mit offenem Mund

Auf Patterntext.de gab es jetzt eine Blog-Empfehlung, der ich – natürlich – nachgekommen bin. Jedoch stand mir beim Lesen des erstbesten Eintrags der Mund minutenlang offen. Grund war ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren:

  • Ich konnte kaum glauben, dass Patterntext so ein Blog tatsächlich empfiehlt, handelt es sich doch allem Anschein nach um einen Autor zweifelhafter Güte (O-Ton: “ein Mindfucker”).
  • Dass der Autor sich mit einem (wie auch immer erhaltenen) Bericht seines betreuenden Lehrers über seine eigene Unkenntnis im Rahmen einer Projektwoche1 brüstet und in pubertärer Art und Weise mit nahezu stolz geschwellter Brust kommentiert, wie wenig er eben jenen Lehrer und seine Anweisungen respektiert.
  • Der Bericht des Lehrers schließlich, welcher in digitaler Form vorlag und somit vermutlich via Copy-and-Paste veröffentlicht wurde, offenbart sprachliche Defizite und fördert Stilblüten zu Tage, die schlußendlich die Kinnlade haben klappen lassen. Neben “Prozession zu Herr Rau” ist mein Favorit folgendes Bonmot:

Ein Chip, der mit dem BIOS, befand sich nicht mehr an seinem Platz auf dem Motherboard des Rechners, sondern in der Hand eines Schülers und ihm, dem Chip, nicht dem Schüler, fehlte ein Bein.

Ich weiss ja nicht, wie es andernorts gesehen wird, aber mit solchen Empfehlungen wird Patterntext für mich nie die Klasse von TXP Magazine erlangen.

1 Zitat: “Unser Ziel war es, ein Rechner2 zusammen zu bauen, die Leistung zu messen, zu tunen (Chips übertakten) und dann wieder zu messen, um so den Leistungsgewinn zu ermitteln.”

2Wir sammeln für ein alten Zirkuslöwe.

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Blogging since 2003 about life, tech, yoga. Passionate about the details and eager to know more. Systems theory meets empathy.
Bochum. Germany.
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