Mein erstes Mal... Blutspenden

Da ich derzeit Urlaub habe, bleibt wieder etwas mehr Zeit für ein paar liegengebliebene Dinge, aber auch für einige neue Erfahrungen. Heute stand ein Blutspendemobil des DRK in Bochum. Da ich keine konkreten Pläne für den Nachmittag hatte, bin ich seit heute Blutspender.

Nachdem ich mit Wiebke immer wieder mal darüber gesprochen habe, dass ich Blut spenden sollte, habe ich es regelmäßig vor mir hergeschoben. Einer der Gründe dürfte mein recht ausgeprägter Respekt vor den verwendeten Nadeln gewesen sein, der sich aber allem Anschein nach in den letzten 30 Jahren deutlich gelegt hat.

Nachdem ich einen recht guten HB-Wert präsentieren konnte (man sagte mir 17,3 von 18 möglichen Punkten), durfte ich nach wiederholter Aufklärung, dass ich heute weder rauchen noch trinken solle und auch Sport (Yoga können sie ja nicht gemeint haben, ich mache trotzdem heute eine Pause) und Sauna nicht in Frage kämen, auf einen der bequemen Liegesessel im Bus und einen halben Liter Blut abgeben.

Jetzt ziert ein schicker weißer Verband meinen rechten Ellenbogen und gibt mich als Mitglied der Blutspender-Community zu erkennen. Auf dem Nachhauseweg fühlte ich mich wie einer dieser LKW– oder Busfahrer, die andere Berufskraftfahrer regelmäßig grüßen. Die Veteranen des Blutspendemobils Bochum nickten allesamt wissend beim Vorübergehen.

In spätestens zwei Wochen sollte ich wissen, ob mein Blut akzeptable Qualität hatte und ob ich nunmehr regelmäßig als registrierter Spender zur Ader gelassen werden darf. Bislang war es gar nicht so schlimm und ich frage mich, wieso ich nicht schon vor ein paar Jahren auf die Idee gekommen bin, mein Blut zu spenden.

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Blogging since 2003 about life, tech, yoga. Passionate about the details and eager to know more. Systems theory meets empathy.
Bochum. Germany.
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