Made my day

Nachdem ich meinen Kleiderschrank in den letzten Wochen immer mal wieder etwas ausgedünnt habe – die altgedienten T-Shirts von vor über 25 Jahren, die zu engen Hosen und die wirklich rententauglichen Schlafanzüge haben gemeinsam mit den geschmacksverirrten Klamotten der Spätpubertät und Studienzeit inzwischen den Weg in die Rente gefunden -, wurde es allmählich Zeit, kleidungstechnisch eine Umwälzphase einzuleiten. Gestern stand ein weiterer, vorzeigbarer Anzug an.

Die erste Frage beim Herrenausstatter lautete: “Welche Größe?” Auf mein genuscheltes “Hm, 52” und das leise hinzu gefügte “oder auch 54…” entgegnete der Verkäufer Fachberater mit Kopfschütteln. Ich sei vielmehr eine “schlanke(!) Größe”, 102 oder 106. Dies demonstrierte er mir durch Anprobe unterschiedlicher Sakkos, wodurch ich mich gerne überzeugen ließ, eine schlanke Größe zu haben. Dummerweise hatten sie nur einen Anzug in 102 vorrätig, der Rest die Standardgrößen 52 et al.

In jedem Fall sehr beruhigend, wenn man monatelang keinen Sport treibt, die etablierten Anzüge in 52 durch einen weiteren Artgenossen unterstützen möchte und dann die Überraschung einer neuen Größe bekommt. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob die Ausdünnung des Kleiderschranks nicht doch noch etwas weitergehen sollte? Vermutlich nicht, Weihnachten kommt ja bestimmt!

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Blogging since 2003 about life, tech, yoga. Passionate about the details and eager to know more. Systems theory meets empathy.
Bochum. Germany.
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