Sa
Jan
09
2010
Vergleich Sony Cyber-Shot DSC-W55 mit Cyber-Shot DSC-WX1
Seit zwei Jahren habe ich eine “immer-überall-dabei”-Kamera von Sony. Zu Weihnachten habe ich mir erlaubt, ein Nachfolgemodell zu bestellen und möchte einen kleinen Vergleich der beiden Kontrahenten anstellen. Rechts die altgediente W55 in silber, links die WX1 in schwarz, frisch aus dem Karton.

Sony Cyber-Shot DSC-W55
Seit zwei Jahren mache ich eigentlich alle meine Photos ausschließlich mit der kleinen Knipse. Ich hatte davor eine andere Kamera, die mir erlaubt hat, sämtliche Einstellungen manuell vorzunehmen, doch im Laufe der Zeit stellte sich heraus, dass ich der typische Kandidat für eine (anspruchslose) Point-and-Shoot-Kamera bin.
Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit der W55. Die Bildqualität stellt mich zufrieden, hier bin ich vermutlich auch nicht sehr wählerisch. Die Größe ist nahezu ideal, die Kamera passt in die Hosentasche und ist wirklich immer dabei, so dass ich inzwischen fast 5500 Bilder gemacht habe. Auch die Akkulaufzeit reicht bei mir enorm lang, ich stelle häufig auch einfach das Display ab und nutze das (Mini-)Sucherfenster.
Die Auslösezeit ist gut, was vor allem für Schnappschüsse enorm wichtig ist. In letzter Zeit hat es für mich jedoch den Anschein, dass die Kamera relativ lange braucht, um den Autofokus einzustellen, so dass viele Schnappschüsse nichts werden. Das könnte auch daran liegen, dass ich irgendwas verstellt habe. Wie gesagt, ich brauche eine dumme Kamera: Anmachen, Klicken, Photo im Kasten.
Bisweilen mache ich auch gerne mal einen kleinen Film, doch ist bei der W55 bei 640×480 (VGA-Auflösung) leider schon Schluß, was doch häufig sehr fies aussieht. Dazu gibt es merkwürdig elektronische Störgeräusche vom Autofokus in den Videos.
Sony Cyber-Shot DSC-WX1
Als Nachfolgekamera habe ich eigentlich die W55 haben wollen, mit einigen kleineren Verbesserungen:
- eingebauter Verwacklungsschutz
- Gesichtserkennung
- bessere Videoqualität
- größerer Weitwinkel
Die WX1 ist noch ein wenig kleiner als die W55 und sieht ihr trotzdem noch ein wenig ähnlich. Damit ich beide nicht verwechseln kann, habe ich sie bewusst in schwarz statt in silber bestellt. Das Metallgehäuse fühlt sich ebenso hochwertig an wie das der W55.
Es gibt keinen optischen Sucher mehr und das Armbändchen ist nicht mehr an der Ecke des Gehäuses, sondern an der Mitte der kurzen Seite befestigt. Ob mich das eher freut oder stört, kann ich noch nicht sagen (um ganz ehrlich zu sein, ich habe beim Schreiben dieser Zeilen erst 19 Bilder mit der WX1 geknipst).
Der Weitwinkel (24mm Kleinbild) ist wirklich beeindruckend. Mir ist egal, ob solche Objektive dazu neigen, die Ecken zu verzerren oder nicht, jetzt kann ich im Zimmer endlich mehr als zwei Personen auf ein Bild bekommen oder Ganzkörpervideos für feierabendyogi aufnehmen. Die Videoqualität ist für eine Photokamera wirklich beeindruckend, vielleicht sind aber auch alle 720p HD-Videos so scharf.
Ein paar Gimmicks gibt es zusätzlich obendrauf, wie, dass beim Schwenken der Kamera automatisch ein Panorama-Bild erstellt werden kann, Fokussierungen auf Erwachsenen- oder Kindergesichter. Bei einem ersten Test klappte das schon sehr gut.
Fazit
Es ist zu früh für ein Fazit, das hebe ich mir für die Zukunft auf. Wichtig ist mir, dass die WX1 die W55 zunächst nicht ablöst, sondern nur ergänzen soll. Möglicherweise wird sich im Lauf der Zeit ein schleichender Wechsel abzeichnen, prinzipiell wäre das sicher möglich (und zugegeben- auch ein Kriterium für den Kauf).
Bilder: Vergleich der Brennweiten
Man merkt, ich bin kein Photoexperte. Mein Testbild wurde abends in einem kleinen Zimmer mit Kunstlicht aufgenommen. Das ist kein ungewöhnliches Setting für meine Photos, lediglich die Motive sind sonst eher andere.
Bei einem Klick auf die Bilder wird das Orginal geöffnet.
Weitwinkel
W55
WX1
Tele (maximaler optischer Zoom)
W55
WX1
Vergleich der technischen Daten
| Cyber-Shot DSC-W55 | Cyber-Shot DSC-WX1 | |
|---|---|---|
| Megapixel | 7 | 10 |
| Sensortyp | CCD, 1/2,5 Zoll | CMOS, 1/2,4 Zoll |
| Bilder pro Sekunde | 4 | 10 |
| Interner Speicher | 56MB | 11MB |
| Zoom (optisch/digital) | 3fach/6fach | 5fach/10fach |
| Brennweite | 38mm bis 114mm | 24mm bis 120mm |
| Blende (w/t) | 2,8/5,2 | 2,4/5,9 |
| ISO-Empfindlichkeit | 80, 100, 200, 400, 800, 1000 | 160, 200, 400, 800, 1600, 3200 |
| Belichtungszeit | 1/8s bis 1/2000s | 2s bis 1/1600s |
| Maße | 89mm x 57mm x 23mm | 91mm x 52mm x 20mm |
| Gewicht | 148g | 150g |
| Max. Videoauflösung | 640 × 480 (30 fps) | 1.280 × 720 (30 fps) |
| Belichtungszeit | 1/8s bis 1/2000s | 2s bis 1/1600s |
Do
Dez
24
2009
Wie alles weiterging oder Warum Movable Type aus meiner Sicht versagt hat
Ich habe mich jetzt nahezu einen Monat lang mit Gedanken zum Thema Neustart von yauh.de und feierabendyogi (und in diesem Sinne auch stephan-hochhaus.de) beschäftigt. Bisher ist nichts vorzeigbares dabei herumgekommen.
Es sollte ein grandioser, ein fulminanter Neustart werden. Eine Portalseite mit sämtlichen Aktivitäten auf meinen Blogs, Tweets und womöglich aus Goodreads, Google Reader, last.fm und sonstwoher aggregierten Infos.
Zugleich war mir wichtig, dass sämtliche Errungenschaften der Blog-Welt in den letzten zwei Jahren verfügbar wären. Login für Kommentare mittels Open-ID oder Facebook, Ajax wohin das Auge blickt, Trackbacks (zugegeben, die sind schon älter, aber habe ich bisher nur einmal kurz unterstützt hier), Gravatar und solcherlei Neuerungen. Da lag es nahe, mal ein wenig Abstand von Textpattern zu gewinnen (seit dem Weggang von Dean Allen ist es sowieso nicht mehr dasselbe gewesen) und mich auf dem Markt ein wenig umzusehen.
Mit Wordpress hatte ich an dieser Stelle ja schon einige Zeit – war es nicht sogar ein ganzes Jahr? – gebloggt. Aktuell bin ich vom Platzhirsch nicht überzeugt und folge meiner Neigung, Underdogs den Vorzug zu geben. Entsprechend versprach ich mir recht viel vom ehemaligen König der Blog-Software: Movable Type.
Das Konzept von Movable Type finde ich absolut überzeugend (als Fan von Perl freue ich mich ebenso diebisch, dass der Unterbau konform mit meiner Geek-Religion als Perlmonkey ist). Die meisten Seiten sind nunmal statisch, weshalb sie auch direkt als solche abgespeichert werden sollten. Statusmeldungen auf Webseiten in der Form
Page created in 0.34 seconds using 21 queries.
finde ich eher verstörend, vor allem im Shared Hosting. Movable Type ist auch in der Lage ohne Einstellungen an der Apache-Konfiguration, mehrere Domains mit einer Installation zu betreiben (Portal-Aggregation, das wird ein Kinderspiel!).
Als mir klar wurde, dass Movable Type 5 Anfang Dezember (so was ursprünglich der Plan, jetzt ist es Anfang Januar) veröffentlicht würde, habe ich mich intensiv mit dem System auseinandergesetzt und in meiner freien Zeit daran gebastelt. Ich wünschte, ich hätte diese meine vergeudete Lebenszeit zurück!
MT5, wie Insider die Software nennen, ist sicherlich sehr leistungsstark, inzwischen stehen CMS-Funktionen stärker im Fokus. Das ist in der Theorie gut, aber mir sind ein paar Dinge extrem störend aufgefallen:
Die Community von Movable Type war bereits ab November im Winterschlaf. Die Dokumentation lässt derart viele Fragen offen, dass es ohne Hilfe nicht geht, einen geeigneten Einstieg für ambitionierte Projekte zu bekommen. Der IRC schweigt täglich vor sich hin und im Forum sind im Grunde nur Neulinge, zugegeben intelligente Spammer und bestenfalls zwei versierte MT’ler, die einmal pro Woche die eine oder andere offene Frage beantworten.
Das Thema Themes und Templates ist vielleicht sehr flexibel, aber nicht so viel anders und besser als bei Textpattern – so mein Eindruck. Das Erstellen von eigenen Themes jedoch ist ungeheuer kompliziert und eine einzige Black Box. Zusätzlich zum Theme-Ordner empfiehlt die Dokumentation (jedenfalls das, was bereits existiert), dass man Dateien wie Bilder, Javascripts, etc. an einen zweiten Ort im Dokument-Root ablegt. Selbstverständlich klappt dann die reibungslose Weitergabe von Themes nicht mehr und nur bei höchster Sorgfalt lassen sich Themes reproduzieren (wohlgemerkt, nicht einmalig erzeugen, sondern transferieren und von anderen nutzen).
Zu dumm auch, dass es nahezu nirgendwo Themes für MT zu geben scheint. Selbst Textpattern ist hier besser bedient.
Alles gipfelt im Grunde in der mangelhaften Dokumentation. Die positive Nachricht ist, dass Six Apart den Release von MT5 wegen der nicht zufriedenstellenden Dokumentation verzögert hat. Das miserable Theme-System werden sie dadurch zwar nicht verbessern, aber immerhin die verquere Denkweise nachvollziehbar machen können.
Ich fürchte, dass es für mich persönlich kein besseres Blog/CMS gibt, als Textpattern. Ich möchte einfach mit relativ geringem Aufwand Inhalte ins Netz stellen. Bestenfalls ein bestehendes Theme nehmen, minimale Änderungen machen und losschreiben. Vielleicht ist aber nach über 6 Jahren so langsam die Luft raus, im Internet sämtliche Banalitäten des Alltags zu kommentieren.
Ich denke, dass Movable Type 5 gegenüber der bestehenden Konkurrenz, allen voran Wordpress, kaum Boden gut machen wird. Dazu ist das System zu wenig innovativ und benutzerfreundlich (wobei das Backend wirklich gut gemacht ist, weshalb ich MT so gerne gemocht hätte). Vielleicht ist aber die Zeit des Blog-Publishings vorbei und Twitter, Soup.io und Facebook besteigen den Thron im nächsten Jahrzehnt.
Mo
Mär
23
2009
HP Laserjet M1522n MFP
Mein alter Drucker hat seine besten Tage wahrlich hinter sich. Der Optra E310 ist zwar ein Arbeitstier, kommt aber nur selten zum Einsatz. Da er oben offen ist, staubt er allmählich zu und auch der Einzug machte früher auch einen besseren Eindruck. Vielleicht hängt das ja auch mit dem Staub zusammen.
Am Samstag nutzte ich nach kurzer Internetrecherche eine Aktion des Bochumer Saturn und kaufte für das Heimbüro einen HP Laserjet M1522n MFP, ein Mehrzweckgerät zum Drucken, Scannen und Kopieren. Für weniger als 180 Euro tut jetzt ein Drucker hier seinen Dienst, der für sein Geld erstaunlich schnell ist.
Die harten Fakten:
- A4 Drucker/Scanner/Kopierer
- Druckauflösung: 1200×1200dpi
- Druckgeschwindigkeit 23 S/min (A4)
- Scanauflösung: 1200×1200dpi
- Papierzufuhr: 250 Blatt
- Speicher: 64MB (RAM)
- Schnittstellen: USB 2.0/Ethernet 10/100Mbit LAN
- Emulation: PCL 6, PCL 5, PS 3
- Mac OS X 10.5 Treiber
Warum muss der alte Lexmark in den Keller? Schon seit längerem bin ich etwas genervt, dass jeder dritte Druck fünf statt einem Blatt einzieht und der Drucker umständlich über die Freigabe nur dann für Wiebke nutzbar ist, wenn mein Rechner an ist. Der Netzwerkanschluß ist absolut überzeugend und war auch einfach in der Installation. Reinstöpseln und Drucken.
Ich habe speziell nach einem Drucker Ausschau gehalten, der unter Mac OS X (10.5) seinen Dienst tun kann und – ganz wichtig – nicht nur GDI spricht. Der HP kann gar kein GDI, stattdessen kann er – natürlich – PCL und sogar eine PostScript-Emulation und hat mit 64 MB Speicher auch nicht zu wenig Speicher, um die ein oder andere Seite hübsch schnell auszudrucken. Ob es jetzt tatsächlich 23 Seiten pro Minute werden können, wage ich zu bezweifeln.
Die Druckgeschwindigkeit und -qualität finde ich gut, allerdings bin ich auch sehr leicht zufriedenzustellen. Ich habe meinen Mobilfunkvertrag damals per Schreibmaschine gekündigt.
Beim Einschalten, speziell beim ersten Mal, war der Drucker ungeheuer laut, was sich aber glücklicherweise schnell gelegt hat. Im Gegensatz zum Lexmark lüftet er auch zwischen zwei Ausdrucken nicht nach. Man hört ihn im Grunde nur beim Scannen (leise) und beim Drucken (schon gehobene Zimmerlautstärke und direkt neben dem Rechner schon etwas störend).
Die Schwachstelle des Geräts ist laut Meinung vieler Internetnutzer der Scanner. Zum Glück bin ich ja genügsam, weshalb mir dies nicht viel ausmacht. Ich habe nicht vor, meine Bildersammlung einzuscannen, bei mir geht es eher um Texte. Im Idealfall scanne ich alle meine Post (Rechnungen und dergleichen), Verträge, Zeugnisse und so weiter, um dann alles im papierlosen Büro zusammenzuführen.
Ein Beispiel für die Qualität der Scans geben diese drei unbearbeiteten Dateien:
- Scan mit der Einstellung Text (fotoscan.pdf)
- Scan mit der Einstellung Foto (fotoscan.pdf)
- Scan mit der Einstellung Gemischt (fotoscan.pdf)
Das Foto ist ok, für das Internet gerade brauchbar, aber nichts für die Archivierung der Familienalben. Gemischte Scans sind ebenso an der Grenze des guten Geschmacks. Textscans sind für mich absolut in Ordnung. Die Originalvorlage ist ein etwa DIN A5-Buch gewesen, das Druckbild wird gut wiedergegeben. Für mehrere Zettel ist sogar ein ADF, also ein Dokumenteneinzug, vorhanden.
Was mich leider etwas stört am neuen Scanner, ist die Tatsache, dass man das Programm Digitale Bilder (im Original: Image Capture) nicht mit dem HP nutzen kann. Angeblich gibt es zwar eine TWAIN-Schnittstelle, aber die kann man einfach nicht nutzen. Das läßt sich natürlich verschmerzen, scannen kann man auch so auf Tastendruck direkt in eine Datei, aber eben nicht in DevonThink. Auch im GraphicConverter funktioniert der Import aus TWAIN via HP Scan nicht. Das Fenster von HP Scan verschwindet erst, wenn man GC beendet. Vermutlich liegt es auch nicht daran, dass ich über den Netzwerkanschluß scanne, mittels USB konnte ich keine Besserung feststellen.
Als Technik-Geek musste natürlich schnellstens ein Upgrade der Firmware auf Version 20081125 Rev I vom 25.11.2008 gemacht werden. Version 1.3.5 von HP LaserJet M1522mfp Series Printers – OS X Full Solution Software vom 31.12.2008 ist ok, aber begeistert mich nicht. Jetzt habe ich ein neues Icon im Dock und diese HP-Leiste (HP Director genannt) ist extrem gewöhnungsbedürftig. Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dem Kauf. Die Papierablage ist gut vor Staub geschützt, der Scanner ist für mich ausreichen und auch ohne Computer kann ich jetzt schnell zwischendurch eine Kopie anfertigen, ohne durch Sturm und Wind zum Copyshop zu gehen. Im Grunde kann das Gerät alles, was ich zuhause brauche, wenngleich ich mir eine Unterstützung für Apples Digitale Bilder wünschen würde. Vielleicht auch eine Duplex-Einheit, aber die brauche ich nun wirklich nicht und würde zu sehr in Richtung Spielzeug gehen.
Den HP Laserjet M1522N MFP gibt es auch noch als M1522NF mit eingebautem Fax, aber erstens brauche ich das nicht unbedingt und zweitens gab es das nicht im Angebot. Mal sehen, was die Zeit mit dem neuen Drucker/Scanner/Kopierer für positive und negative Seiten zu Tage fördern wird.



