Ist das vielleicht ein Gesicht?

Ich bin ein Fan von iPhoto. Auch das neue iPhoto 09 macht eine ganze Menge Spaß. Hervorzuheben sind vor allem zwei neue Features: Gesichter und Orte.

Mit Gesichter kann man auf den Bildern durch iPhoto automatisch Gesichter erkennen lassen. Dies klappt, wie das Artikelbild zeigt, bisweilen auch mal nicht so gut, in der Regel ist die Funktion jedoch ziemlich treffsicher. Dann benennt man ein paar Gesichter und erhält eine feine Übersicht. iPhoto erkennt auch selbsttätig Gesichter und macht Vorschläge (“Ist das Stephan?”). Die Funktion mag nicht vollkommen ausgereift sein, aber Wiebke und ich hatten viel Spaß, zu sehen, wen iPhoto alles vorschlägt, der ähnlich aussieht wie wir.

Orte nutze ich nur bedingt, da die meisten meiner Bilder in der näheren Umgebung entstehen. Man kann jedoch, manuell oder per eingebetteten GPS-Daten, Bilder einem Ort auf einer ansehnlichen Weltkarte zuordnen. Das schaue ich mir beizeiten an, wenn ich mal wieder ein wenig Gelegenheit zum Reisen bekomme.

Bedauerlich ist, dass iPhoto immer noch wie ein Schuhkarton daherkommt. Ich würde gerne eine komplexere Suche (“Finde Wiebke und Stephan auf einem Bild”, “Zeige mir alle Bilder mit mindestens drei Personen aus Hawaii”, “Find Bilder von Frank aber ohne Peter”) nutzen können. Anhand des Datenbestandes sollte dies kein Problem darstellen.

Auch etwas Sorgen mache ich mir um den Datenexport. Ich würde gerne die Information, wer auf den Bildern ist oder wo die Bilder entstanden sind direkt in die Bilder einfügen, beispielsweise als XMP. Vermutlich ist das nicht möglich, sondern Informationen bleiben nur in der iPhoto Library gespeichert. Veröffentlicht man ein Bild auf Facebook, wird das gefundene Gesicht übrigens ebenso wie in iPhoto angezeigt. Das gefällt (auch wenn ich prinzipiell nicht so wild auf Facebook bin). Nicht gefällt mir, dass ich jetzt in der linken Mediatheksleiste eine neue Rubrik Facebook mit meinen Alben dort angezeigt bekomme.

Insgesamt bin ich mit iPhoto 09 sehr zufrieden. Programme wie dieses begeistern mich immer wieder für Mac OS X bzw. die Apple-Plattform. Auch wenn viele Dinge dagegensprechen mögen und ich tatsächlich auch auf andere Betriebssysteme mit einem X im Unterbau wechseln würde, sorgt – unter anderem – iPhoto dafür, dass ich privat nicht wechseln würde.

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Blogging since 2003 about life, tech, yoga. Passionate about the details and eager to know more. Systems theory meets empathy.
Bochum. Germany.
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