FreeNAS #4 - Backups

Sobald Dateien durch FreeNAS gespeichert werden, sollte auch über das Thema Backup nachgedacht werden. Viele Anwender greifen beim Thema Datensicherung gerne auf implizite Lösungen wie RAID-1 oder gar ZFS zurück. Doch ein echtes vollwertiges Backup ist durch solche Strategien nicht zu ersetzen.

RAID-Lösungen sorgen dafür, dass Daten ausfallsicher gespeichert werden. Selbst wenn eine von mehreren Festplatten ausfällt, stehen die Daten weiterhin bereit. Gegen Datenverlust, der durch den “DAU”:http://de.wikipedia.org/wiki/DümmsteranzunehmenderUser hervorgerufen wurde, helfen sie gar nicht. Aufgrund des Netzwerkspeichers existiert kein Papierkorb, aus dem versehentlich gelöschte Dateien wiederhergestellt werden könnten.

Mein FreeNAS nutzt Rsync für die redundante Datenhaltung. Nachdem ich gute Erfahrungen mit rsnapshot für inkrementelle Backups und mehrere vollständige Datenbestände gemacht habe, wollte ich eine ähnliche Lösung implementieren.

rsnapshot synchronisiert mehrere komplette Backups, benötigt aber nicht für jedes Backup den tatsächlich belegten Speicher, sondern nutzt die unter Unix als Link bekannten Verknnüpfungen um Speicherplatz zu sparen. Im Ergebnis kann man so für jeden Tag der Woche ein komplettes Backup haben, wobei jeden Tag nur die Unterschiede zum Vortag gesichert werden. Eine ähnliche Lösung stellt übrigens Apples TimeMachine dar.

Gut versteckt im Forum von FreeNAS fand ich einen Beitrag über ein Shell-Skript mit ähnlicher Funktion wie rsnapshot. Da ich ein embedded FreeNAS nutze, habe ich das Programm unter /mnt/wdrive/system/rsnapshot.sh gespeichert.

Die Syntax von rsnapshot.sh ist vergleichsweise einfach:

rsnapshot.sh <quellverzeichnis> <zielverzeichnis> <anzahl backups>

Will man die letzten 30 Tage als Backup vorhalten, dann kann dies anhand eines täglich ausgeführten Cron-Jobs erledigt werden:

Es ist übrigens nicht notwendig, Rsync unter den Services zu aktivieren.

Code:
rsnapshot.sh

Author image
Blogging since 2003 about life, tech, yoga. Passionate about the details and eager to know more. Systems theory meets empathy.
Bochum. Germany.
top