FreeNAS #0 - Basics

Da ich in letzter Zeit viel mit FreeNAS spiele, habe ich mir überlegt, die gewonnenen Erkenntnisse im Rahmen einer How-To-Reihe hier zu veröffentlichen.

Der erste Teil beschäftigt sich mit dem Thema, was FreeNAS eigentlich ist, wozu man es einsetzen kann und wie es sich von All-in-One-Lösungen wie Drobo oder Synology unterscheidet.

Was ist FreeNAS?

FreeNAS ist eine Variante von FreeBSD, die speziell für den Betrieb von NAS-Systemen (Network Attached Storage) konzipiert ist. Mit Unterstützung für alle gängigen Protokolle (Samba, FTP, NFS, AFP, rsync, ssh, etc.) bietet es auch einige der im NAS-Bereich inzwischen üblichen Nettigkeiten (wie Unterstützung für Bittorrent, iTunes-Media-Server, einfaches Webinterface).

Doch damit nicht genug, auch sämtliche RAID-Varianten, iSCSI und sogar ZFS werden unterstützt. Die richtige Hardware vorausgesetzt, lässt sich so relativ einfach ein extrem leistungsfähiges System aufbauen.

Wieso nicht Drobo/Qnap/Synology/xyz?

FreeNAS ist eine OpenSource-Software, die sich auf so ziemlich jeder i386- bzw. AMD-Plattform betreiben lässt. Bezüglich des Funktionsumfangs muss es sich nicht hinter gängigen Marktgrößen verstecken. Ganz im Gegenteil: Für vergleichbare Features muss man bei kommerziellen Anbietern bisweilen tief in die Tasche greifen.

Auf der Suche nach maximaler Performance steigen die Preise für All-in-One-Lösungen signifikant und auch nicht jede Anforderung kann mit SoHo-Hardware erfüllt werden. Häufig ist auch die Nutzerverwaltung mehr schlecht als recht implementiert, so dass sich komplexere Szenarien nicht oder nur ungenügend umsetzen lassen.
Enterprise-Lösungen hingegen sind oftmals unangenehm teuer, wenn die gewünschte Flexibilität gepaart mit hoher Performance zum Tragen kommen sollen (nicht zu vergessen etwaige Wartungskosten).

Wer bereits über entsprechende Hardware verfügt, einen alten Rechner mit neuen Aufgaben betrauen möchte oder einfach nur Spaß am Basteln hat, kann sehr kostengünstig mit FreeNAS ein eigenes Speichersystem aufbauen und in die Welt des NAS einsteigen.

Wie muss ich mir freenas im Einsatz vorstellen?

Ein alter Laptop und zwei USB-Platten, so einfach kann ein relativ stromsparendes und flexibles System mit bestehender Hardware aufgesetzt werden. In einem Heimnetzwerk lassen sich so Dateien gemeinsam auf einem zentralen Laufwerk speichern (1. USB-Platte). Ein regelmäßiges Backup sorgt dafür, dass das Risiko des Datenverlusts minimiert wird (2. USB-Platte).

Das Laufwerk kann auch als TimeMachine für Apple-Rechner verwendet werden, alle Platten oder einzelne Partitionen können verschlüsselt oder via via (S)FTP über das Internet freigegeben werden. Darüberhinaus können auch eigene Webseiten (mit oder ohne SQL-Datenbank) betrieben werden.

Wie kann ich FreeNAS ausprobieren?

In den folgenden Tagen veröffentliche ich hier ein paar Artikel, die die Konfiguration und Benutzung etwas detaillierter beschreiben. Als nächstes geht es um das Thema, wie und woher man FreeNAS erhält.

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Blogging since 2003 about life, tech, yoga. Passionate about the details and eager to know more. Systems theory meets empathy.
Bochum. Germany.
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