Die Welt ist schlecht - schickt Geld

Ein Teil des Bloggens ist, sich über die kleinen und großen Dinge des Alltags aufzuregen, darüber zu schreiben und sich dann besser zu fühlen. Eigentlich sind alle Blogger verkappte Blogwarte und Meckerfritzen, die ihre Mitmenschen beobachten und bei den kleinsten Verfehlungen triumphierend dies in ihren Onlinepublikationen festhalten. Ich auch.

Heute auf dem Weg nach Neustadt kamen wir an einer Autobahnraststätte vorbei. Hungrig und durstig beluden wir ein Tablett mit zwei ausgewachsenen (größer als Rundstücke, kleiner als Baguette) belegten Brötchen, zwei Säften, einem Kaffee und einer Apfelschorle, kamen zur Kasse und bewunderten die Technik, die ein Bezahlen per Karte nicht erlaubten.

Mein Kollege legte einen Zwanzig-Euro-Schein auf den Tisch und sagte, nachdem wir etwas gewitzelt hatten, ob er genug Bargeld hätte, da er ja nicht mit Karte zahlen konnte:

Na das wird ja so gerade eben reichen.

Woraufhin der Kassierer sagte etwas in der Art wie

Na, das kann knapp werden, wir haben ja so hohe Preise.

Wie Nostradamus traf er mitten ins Schwarze, der Gesamtpreis belief sich auf sagenhafte 20,45 Euro. In Worten: Zwanzig Euro und Fünfundvierzig Cent.

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Blogging since 2003 about life, tech, yoga. Passionate about the details and eager to know more. Systems theory meets empathy.
Bochum. Germany.
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