Datenschleuder reduzieren

So langsam geht es mir gehörig auf die Nerven, dass alle Welt mich als gläsernen Bürger möchte. Die einen geben mir eine Identifikationsnummer, die anderen freuen sich über jeden digitalen Brotkrumen, den Nutzer im Web hinterlassen.

In den letzten Tagen habe ich mich – angeregt von vielen interessanten Beiträgen im Web, die im Schatten von Heiligendamm scheinbar kaum jemanden außerhalb des Internet interessiert haben – erneut mit der Thematik beschäftigt und bin zu dem Schluß gekommen, dass ich wenigstens meine Besucher hier vor der Weitergabe ihrer Daten an alle möglichen privatwirtschaftlichen Unternehmen bewahren sollte.

Das bedeutet, dass neben Google Analytics auch Feedburner auf yauh.de nicht mehr mitspielen darf.

Aktionen wie Informiert Wolfgang sollten eigentlich schon hinreichend stutzig machen, auch wenn man nicht gerade eifrig die Tagesnachrichten verfolgt.

Für mich bedeutet das in der Konsequenz einerseits, dass ich hier weiterhin schreiben werde, was immer mir gerade einfällt. Ein psychologischer Profiler möge mir attestieren, ich könne ja nicht anders. Seit dem Neustart achte ich bereits deutlich stärker darauf, was hier erscheint, als im alten Blog (weshalb böse Zungen behaupten könnten, hier wäre es langweilig geworden).

Ich kann allerdings für mich selbst entscheiden, was ich wann wem an persönlichen Informationen preisgebe. Damit ich die Besucher dieser Seite nicht bevormunde, werden sämtliche externen Dienste, die bislang automatisch beim Besuch dieser Seiten in der ein oder anderen Form aufgerufen wurden, in Zukunft ersatzlos entfernt. Weder Google noch Feedburner (wem gehört das eigentlich in dieser Woche?) werden ab heute von meiner Seite supported. Damit die Umstellung der Feedadressen problemlos erfolgen kann, werde ich Feedburner erst nach einer kurzer Umstellungsphase abschalten.

Eine Initiative des Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein via Dirks Logbuch

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Blogging since 2003 about life, tech, yoga. Passionate about the details and eager to know more. Systems theory meets empathy.
Bochum. Germany.
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