Buchtipp der Woche: Der tote Hund

In The curious incident of the dog in the night-time gibt es – wie in so vielen guten Büchern – keinen richtigen Vorzeigehelden. Hauptdarsteller und Erzähler ist der junge Christopher Boone (15 Jahre). Jetzt werden literaturbegeisterte Leser aufschreien: “Das Buch eines Briten? Über einen jugendlichen Jungen? Das hatten wir doch alles schon mit Adrian Mole!”

Falsch! Mark Haddons Buch über einen autistischen Jungen (diagnostiziert mit Asperger Syndrom, dem ein oder anderen womöglich von Jerry Espensen aus Boston Legal bekannt) verbindet gekonnt eine moderne Familientragödie über Scheidung,Tod, Behinderung und Mathematik mit einem kriminalistischen Kabinettstückchen.

Sämtliche Kapitel sind mit Primzahlen nummeriert, auf Metaphern wird konsequent verzichtet und aus der traurig-schönen Erzählung ergibt sich so manche irrsinnig komische und zugleich unglaublich feinsinnige Szene. Für ein verregnetes Herbstwochenende (oder einen Nachmittag, wenn man das Telefon ausstellt) ist “The curious incident” ein wirklich empfehlenswertes Buch.

Egal ob Lehrer, Mitschreiber oder Alltagswahner, allenorts liest man nur gutes über dieses Buch. Daher auch von mir eine absolute Empfehlung!

Das Buch gibt es übrigens auch auf Deutsch.

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Blogging since 2003 about life, tech, yoga. Passionate about the details and eager to know more. Systems theory meets empathy.
Bochum. Germany.
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