99% Praxis, 1% Theorie

Der Spruch 99% practice, 1% theory beschreibt meine Einstellung zu Yoga ganz gut. Mir geht es (noch) nicht so sehr um den Hintergrund, die möglichen Auseinandersetzungen mit Weltanschauungen oder das Miteinander im Yoga-Club. Um mir eine Meinung bilden zu können, habe ich bereits ein paar Bücher, die ich jedoch eigentlich nur aufgrund der Asanas aufschlage. Letzten Yoga-Donnerstag habe ich mir dann die einzige Zeitschrift über Yoga am Bochumer Bahnhofskiosk gegönnt: Yoga aktuell.

In meiner Ausgabe sind Artikel zu ganz verschiedenen Themen, von Yoga in der DDR über das vergessene Heilmittel der Natur (na logisch: Honig) bis zu 9 Fragen zum Finanzcrash und zwei Asana-Folgen zum Nachahmen. Während ich mit dem vor Klischees nur so tropfenden “Männer Yoga im Trend”-Interview mit Florian (33) noch halbwegs in der Lage war, mich mit dem Artikel zu identifizieren, war spätestens bei dem Yogi auf vier Beinen Schluß mit meiner Toleranz. Mit dem Untertitel “Über die Itensivierung von Achtsamkeit, Präsenz und Selbstwahrnehmung mit der Hilfe von Pferden” werde ich wohl auch in zehn Jahren nicht lesen. Dazu fehlt mir das Gen.

Ich denke, dass ich keine weitere Ausgabe von Yoga aktuell lesen werde. Jedenfalls nicht in absehbarer Zeit. Stattdessen werde ich weiterhin mein Wohnzimmeryoga betreiben. Für Ralf gibt es heute sogar einen Einblick ins Wohnzimmer, damit er sich besser vorstellen kann, wie so ein Sonnengruß aussieht. Für mich ist es eine gute Kontrollmöglichkeit, ob meine steifen Knochen sich irgendwann einmal etwas flexibler geben.


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Blogging since 2003 about life, tech, yoga. Passionate about the details and eager to know more. Systems theory meets empathy.
Bochum. Germany.
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